Die „Spirale danach“

Ist es zu einer Verhütungspanne gekommen, kann eine Schwangerschaft durch das nachträgliche Legen einer Spirale verhindert werden. Sinnvoll ist dies vor allem für Frauen, die danach weiter mit der Spirale verhüten wollen.

Bild zeigt eine Hand, die eine Kupferspirale hält © BZgA/HauptwegNebenwege

Bis zu fünf Tage nach einer Verhütungspanne kann die Einnistung eines befruchteten Eis auch mit einer Spirale verhindert werden. Hierbei wird von der Ärztin oder vom Arzt eine normale Spirale in die Gebärmutter eingelegt. Die Hormonspirale eignet sich hierfür allerdings nicht. Die „Spirale danach“ ist eine Alternative zur „Pille danach“.

Wirkung

Die Wirkungsweise der Kupferspirale ist nicht genau geklärt. Man geht davon aus, dass das Kupfer den Schleim am Muttermund und die Gebärmutterschleimhaut verändert, so dass die Eizelle sich nicht einnisten kann.

Vorteile

Die „Spirale danach“ ist dann besonders sinnvoll, wenn die Frau auch hinterher mit der Spirale verhüten möchte. Der natürliche Zyklus wird durch die Spirale nicht beeinflusst.

Nachteile

Das Legen der „Spirale danach“ ist schwieriger als das Legen einer normalen Spirale. Sie wird nicht, wie es sonst üblich ist, während der Periode eingesetzt und damit nicht bei geöffnetem Muttermund.

Die „Spirale danach“ wirkt nur dann zuverlässig, wenn sie bis zur nächsten Regelblutung liegen bleibt. Gründe, die vorher bereits dem Legen einer Spirale entgegengestanden haben, sollten auch bei der „Spirale danach“ beachtet werden.

Kosten

Die Kosten für die Spirale liegen je nach Modell mit Einlegen zwischen 120 und 300 Euro. Die Krankenkasse übernimmt die Kosten nur für Frauen bis zum vollendeten 20. Lebensjahr. Die erste Lagekontrolle mit Ultraschall nach dem Einlegen der Spirale ist eine Leistung der gesetzlichen Krankenkassen, weitere empfohlene Ultraschallkontrollen der Lage müssen selbst bezahlt werden.

Letzte Aktualisierung dieser Seite: 08.09.2015