Die Dreimonatsspritze

Die Dreimonatsspritze ist eine Methode der Langzeitverhütung. Sie wird nur Frauen empfohlen, die andere Verhütungsmittel nicht vertragen oder mit ihnen nicht zurechtkommen. Die Sicherheit der Spritze ist hoch, aber es muss mit Nebenwirkungen gerechnet werden.

Wirkung

Bild zeigt eine Hand, die eine Hormonspritze hält © BZgA/HauptwegNebenwege

Die Dreimonatsspritze enthält das Hormon Gestagen. Es verhindert den Eisprung und bewirkt, dass sich der Schleim im Gebärmutterhals so verdickt, dass er für Samenzellen undurchlässig wird. Auch wird die Gebärmutterschleimhaut nur ungenügend aufgebaut, so dass sich ein befruchtetes Ei nicht einnisten kann.

Anwendung

Die Dreimonatsspritze wird während der ersten fünf Tage nach Beginn der Menstruationsblutung in den Gesäß- oder Oberarmmuskel gespritzt. Die Hormoninjektion wird im Abstand von drei Monaten wiederholt.

Sicherheit

Die Dreimonatsspritze gilt als sehr sicher. Die hohe Sicherheit basiert darauf, dass Gestagen sowohl auf die Eierstockfunktion als auch auf die Gebärmutterschleimhaut einwirkt.

Vorteile

Frauen, die nicht täglich an Verhütung denken wollen, bietet die Dreimonatsspritze eine lang anhaltende Verhütungssicherheit. Auch für Frauen, die aufgrund einer bestimmten Krankheit (zum Beispiel Sichelzellenanämie) und/oder der Einnahme von Medikamenten kein anderes hormonelles Verhütungsmittel vertragen, ist die Spritze unter Umständen geeignet.

Nachteile

Viele Frauen vertragen das Hormon der Dreimonatsspritze und die hohe Dosis nicht. Begleiterscheinungen wie Flüssigkeitseinlagerungen im Gewebe, Zwischenblutungen oder das Ausbleiben der Regel kommen sehr häufig vor. Ebenso oft werden Kopfschmerzen, Nervosität, Bauchschmerzen, Schwindelgefühl, Depressionen, Akne, vorübergehende Übelkeit und stärkere Gewichtszunahme beobachtet. Außerdem ist ein spontanes „Absetzen“ des Präparats – etwa im Fall von Nebenwirkungen – nicht möglich.

Länger als zwei Jahre sollte die Dreimonatsspritze nur dann angewendet werden, wenn andere Verhütungsmittel nicht in Betracht kommen, da eine längere Anwendung zu einer Verminderung der Knochendichte führen kann. Es dauert unter Umständen bis zu einem Jahr, bis sich nach Absetzen der Verhütungsspritze der Zyklus wieder normalisiert und die Fruchtbarkeit sich wieder einstellt.

Die Dreimonatsspritze wird nur Frauen empfohlen, die andere Methoden nicht vertragen oder nicht mit ihnen zurechtkommen. Laut Hersteller ist sie zudem nur für Frauen mit einem normalen Zyklus geeignet. Stillende Müttern dürfen die Dreimonatsspritze frühestens sechs Wochen nach der Geburt erhalten, da der Wirkstoff die noch nicht ausgereifte Leber des Säuglings belasten kann.

Da die Wirkung sehr lange nachdauern kann, ist die Dreimonatsspritze für Frauen, die nur vorübergehend verhüten möchten, nicht empfehlenswert.

Kosten

Die Kosten für eine Dreimonatsspritze belaufen sich auf rund 30 Euro. Es können noch Kosten für das Setzen der Spritze von bis zu 15 Euro hinzukommen.

Letzte Aktualisierung dieser Seite: 10.03.2015