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Die Dreimonatsspritze

Bei der Dreimonatsspritze handelt es sich um eine Langzeitinjektion, die wohl überlegt sein will. Es muss über die Zeit der Wirkungsdauer von drei Monaten mit Nebenwirkungen gerechnet werden.


Die Wirkung und Anwendung

Die Dreimonatsspritze enthält das Hormon Gestagen und wird in den Gesäßmuskel gespritzt. Die Injektion erfolgt in der Regel fünf Tage nach Beginn der Menstruationsblutung. Sie wird alle 90 Tage wiederholt, ohne Rücksicht auf eine monatliche oder Zwischenblutung.

Mit der Dreimonatsspritze wird zum einen der Eisprung verhindert. Zum anderen bewirken Veränderungen an den Eileitern und an der Schleimhaut von Gebärmutter und Gebärmutterhals das Eindringen von Samenzellen.

Die Sicherheit

Die Dreimonatsspritze gilt als sehr sicher. Statistisch werden nur drei von 1000 Frauen trotz ihrer Anwendung schwanger. Die hohe Sicherheit beruht auf der kombinierten Wirkung auf die Eierstockfunktion und die Gebärmutterschleimhaut.

Die Vorteile

Frauen, die nicht jeden Tag an Verhütung denken wollen, haben mit der Dreimonatsspritze eine hohe Sicherheit, ohne täglich an den Empfängnisschutz denken zu müssen. Sie ist besonders für Frauen geeignet, die aufgrund einer bestimmten Krankheit (zum Beispiel Sichelzellenanämie) und / oder Medikamenteneinnahme kein anderes hormonelles Verhütungsmittel vertragen.

Die Nachteile

Begleiterscheinungen wie Schmier- und Zwischenblutungen kommen häufig vor. Ebenso oft werden Kopfschmerzen, Nervosität, Schwindelgefühl, Depressionen, Akne, vorübergehende Übelkeit und stärkere Gewichtszunahme beobachtet. Viele Frauen vertragen die Dreimonatsspritze aufgrund der hohen Hormonmenge nicht. Außerdem ist ein spontanes Absetzen des Präparats nicht möglich.

Studien haben gezeigt, dass die längere Anwendung der Dreimonatsspritze zu einer Verminderung der Mineralknochendichte führen kann. Bei jungen Frauen im Alter von 18 bis 21 Jahren ist dieses Risiko am größten.

Nicht für jede Frau geeignet

Die Dreimonatsspritze wird nur Frauen empfohlen, die andere Methoden nicht vertragen oder Pillenpräparate aus gesundheitlichen Gründen nicht einnehmen können. Die Dreimonatsspritze ist nur geeignet für Frauen mit normalem Zyklusverlauf. Im Anschluss einer Entbindung darf das Präparat frühestens nach sechs Wochen verabreicht werden, da es sonst zu schweren Blutungen kommen kann.

Es kann bis zu einem Jahr dauern, bis sich nach der letzten Injektion der Zyklus wieder normalisiert und die Fruchtbarkeit wieder einstellt. Für Frauen, die nur vorübergehend verhüten möchten, ist die Dreimonatsspritze daher ebenfalls nicht geeignet.

Die Kosten

Die Kosten für eine Dreimonatsspritze belaufen sich auf rund 30 Euro.

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