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Die Sterilisation des Mannes

Bei der Sterilisation des Mannes werden die Samenleiter durchtrennt und dann verschlossen, so dass keine Spermien mehr in die Samenflüssigkeit gelangen können. Da der Eingriff beim Mann einfacher ist als bei der Frau, kann er ambulant durchgeführt werden.


Beschriftete Grafik zeigt die Stellen, an der bei einer Sterilisation die Samenleiter durchtrennt werden
Lupe

Der Eingriff

Unter örtlicher Betäubung macht die Chirurgin beziehungsweise der Chirurg links und rechts am seitlichen Hodensack einen kleinen Schnitt. Sodann werden die Samenleiter freilegt und durchtrennt. Die freien Enden werden nun entweder durch Hitze verschweißt oder umgeschlagen und vernäht.

Die Operation dauert etwa zwanzig Minuten. Komplikationen wie Nachblutungen, Verletzungen des Hodens, Nebenhodenentzündungen, Infektionen oder Wundheilungsstörungen kommen selten vor.

Nach dem Eingriff

Nach der Operation sollte sich der Mann einige Zeit schonen. Im Prinzip kann er wenige Tage nach der Sterilisation wieder Sex haben. Allerdings sollte er dann unbedingt verhüten, denn in den Samenleitern befinden sich unter Umständen noch monatelang befruchtungsfähige Samenzellen.

Je öfter der Mann ejakuliert, desto schneller schwinden diese „Vorräte“. In der Regel untersucht der Urologe nach dem Eingriff mehrmals, ob eine Samenprobe noch Spermien enthält. Erst wenn der Befund negativ ausfällt, kann gefahrlos auf weitere Verhütungsmittel verzichtet werden.

An der Menge der Samenflüssigkeit ändert sich kaum etwas, da sie größtenteils aus der Prostata und anderen Drüsen stammt und nur zu fünf Prozent Samenzellen enthalten hat. Auch werden weiterhin Spermien in den Hoden produziert, allerdings im hodennahen Ende des verschlossenen Samenleiters vom Körper wieder abgebaut.

Nicht wenige Männer befürchten, eine Sterilisation könne ihr Sexualleben beeinträchtigen. Rein körperlich ist diese Sorge jedoch unbegründet. Sexuelle Lust, Potenz und Orgasmusfähigkeit bleiben ebenso unberührt wie die Produktion der Sexualhormone in den Hoden.

Falls ein Mann die Entscheidung bereut, lässt sich eine Sterilisation möglicherweise operativ rückgängig machen. Bei dem Eingriff werden die Enden der Samenleiter wieder miteinander verbunden. Bei 60 bis 97 Prozent der so operierten Männer können nach dem Eingriff tatsächlich wieder Spermien im Samenerguss nachgewiesen werden. Allerdings liegen die Erfolgschancen für eine Schwangerschaft nach bisherigen Beobachtungen zum Teil deutlich niedriger. Sie sind umso geringer, je länger die Sterilisation zurückliegt.

Die Kosten

Die Kosten des Eingriffs liegen bei etwa 500 Euro. Sie werden von den gesetzlichen Krankenkassen nur dann übernommen, wenn die Sterilisation aufgrund einer Erkrankung erforderlich ist.

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Häufig gestellte Fragen

Lässt sich die Sterilisation beim Mann rückgängig machen?

Wenn die Sterilisation eines Mannes nicht länger als einige Jahre zurückliegt, lässt sich seine Fruchtbarkeit in vielen Fällen durch eine mikrochirurgische Operation wiederherstellen (Refertilisierung). Dabei werden die durchtrennten Samenleiter wieder zusammengefügt. Es gibt zwei Operationsverfahren. Meistens genügt eine Vasovasostomie, bei der die beiden einstmals durchtrennten Samenleiter wieder miteinander vernäht werden. Ist dies nicht möglich, kann bei der chirurgisch deutlich anspruchsvolleren Tubulovasostomie der Samenleiter neu an den Nebenhoden angeschlossen werden. Beide Verfahren können ambulant durchgeführt werden, erfordern aber eine Vollnarkose. Eine Vasovasostomie dauert etwa zwei, eine Tubulovasostomie bis zu vier Stunden.

Die Kosten für eine Refertilisierung liegen je nach Methode zwischen etwa 1500 und 4000 €. Sie werden von den Krankenkassen im Allgemeinen nicht übernommen.

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