Die Zyklustabelle

Vorgedruckte Tabellen zur Eintragung von Temperatur und Schleimbeschaffenheit erleichtern die Anwendung der symptothermalen Methode.

Bei der symptothermalen Methode empfiehlt es sich, die einzelnen Werte (Regelblutung, Aufwachtemperatur, Schleimstruktur, Beschaffenheit des Muttermunds) für jeden Zyklus in eine Tabelle einzutragen. So können die unterschiedlichen Körperzeichen übersichtlich zueinander in Beziehung gesetzt und die fruchtbaren und unfruchtbaren Tage sicher erkannt werden. Zudem können die Zyklustabellen mehrerer Zyklen miteinander verglichen werden. So lässt sich mit der Zeit einschätzen, wie sich äußere Faktoren auf die Aufwachtemperatur oder die Schleimbeschaffenheit auswirken.

Tabellenblatt 1

In dem Tabellenblatt, das am Ende dieses Textes heruntergeladen werden kann (Tabelle 1), werden in der obersten Zeile die Tage der Regelblutung markiert, wobei der erste Tag der Regelblutung zugleich der erste Zyklustag ist. Zusätzlich können etwaige Zwischenblutungen eingetragen werden oder das Auftreten des so genannten Mittelschmerzes, der sich häufig um die Zeit des Eisprungs einstellt.

In der linken Spalte befindet sich eine Temperaturskala mit Einteilung in Zehntelgrade zwischen 36,0 und 38,0 Grad Celsius. An jedem Zyklustag wird die Messzeit notiert und die Aufwachtemperatur in dem betreffenden Feld mit einem Punkt markiert. Im Zyklusverlauf werden die einzelnen Punkte mit einer Linie verbunden. Daraus ergibt sich die Temperaturkurve.

Unterhalb der Temperaturkurve werden für jeden Zyklustag die Schleimstruktur und die Beschaffenheit des Muttermunds (Lage und Festigkeit) vermerkt. Zusätzlich können Besonderheiten im Tagesverlauf notiert werden, die möglicherweise die Aufwachtemperatur beeinflussen. Außerdem kann die Anwenderin eintragen, an welchen Tagen sie Geschlechtsverkehr hatte.

Tabellenblätter 2 und 3

Die Tabellen 2 und 3 zeigen beispielhaft, wie eine Zyklustabelle aussehen kann. Hier ist zum einen der Temperaturanstieg zu erkennen, der auf den Eisprung hindeutet. Zum anderen sieht man deutlich das Zusammenspiel von Mittelschmerz, steigender Körpertemperatur, flüssig-spinnbarem Schleim (S) und weichem (w) hochliegendem (h) Muttermund, das die Zeit der höchsten Fruchtbarkeit im Zyklus anzeigt. In beiden Tabellen zeichnet sich der Beginn der fruchtbaren Phase bereits einige Tage vor dem Temperaturanstieg durch das Auftreten von flockigem, klebrigem Schleim (F) ab.

In Tabelle 2 zeigt sich ein auffälliger Temperaturanstieg in der ersten Zyklushälfte, der auf eine Erkältung zurückzuführen ist. In Tabelle 3 ist eine deutlich gesenkte Aufwachtemperatur am fünften Zyklustag erkennbar. Hier hatte die Anwenderin in der Nacht zuvor wenig geschlafen. 

Vor Anwendung der symptothermalen Methode ist es ratsam, sich ausführlich zu informieren oder einen Kurs zur Natürlichen Familienplanung zu besuchen. Im Beratungsgespräch kann die Frau darüber hinaus klären, ob die Verhütung mit der symptothermalen Methode in ihrer augenblicklichen Lebenssituation sinnvoll ist oder ob eine andere Methode eventuell besser geeignet ist.

Zu empfehlen ist die Symptothermale Methode eher dann, wenn eine ungeplante Schwangerschaft kein Unglück wäre.

Letzte Aktualisierung dieser Seite: 26.05.2015