Die Wirkung und Anwendung
Das Kondom für die Frau (Handelsname: Femidom®) besteht aus einer Kunststoffhülle aus Polyurethan mit einem flexiblen Ring an jedem Ende. Einer der Ringe wird ähnlich wie ein Diaphragma zwischen Schambein und hinterem Scheidengewölbe platziert, so dass der Muttermund abgeschirmt ist. Der andere Ring liegt außerhalb des Scheideneingangs über den großen Schamlippen, so dass er nicht in die Scheide rutschen kann. Die so entstehende Röhre muss innen und außen ausreichend mit spermienabtötendem Gleitmittel bestrichen werden. Das Kondom für die Frau verhindert, dass Spermien über den Muttermund in die Gebärmutter gelangen können.
Die Sicherheit
Bei richtiger Anwendung entspricht die Sicherheit des Kondoms für die Frau derjenigen des Kondoms für den Mann. Das gilt nicht nur für die Empfängnisverhütung, sondern auch für den Infektionsschutz.
Die Vorteile
Es gibt zwar schon ein Kondom für den Mann, das Infektionsschutz vor sexuell übertragbaren Krankheiten bietet. Mit dem Kondom für die Frau hat nun aber auch die Frau die Möglichkeit, sich zu schützen, wenn der Mann das Kondom nicht benutzen will. Das Kondom für die Frau ist neben dem Kondom für den Mann das einzige Verhütungsmittel, das zusätzlich vor der Ansteckung mit sexuell übertragbaren Krankheiten einschließlich HIV / AIDS schützt. Es kann bereits einige Stunden vor dem Geschlechtsverkehr eingeführt werden.
Die Nachteile
Das Kondom für die Frau erfordert die richtige Platzierung von zwei Ringen und ist deshalb relativ schwierig in der Anwendung. Außerdem ist das Kondom für die Frau nur für den einmaligen Gebrauch bestimmt. Anders als das Kondom ist es in der Anschaffung aufwendig und teuer. Aufgrund dieser Faktoren hat das Kondom für die Frau bisher in Deutschland wenig Verbreitung gefunden.
Die Kosten
Das Kondom für die Frau gibt es in verschiedenen Packungsgrößen. Eine Packung mit drei Stück kostet rund 15 Euro. Je größer die Packung, umso preiswerter wird es.
Linkliste Kondom für die Frau
- Schutz vor sexuell übertragbaren Infektionen
Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) informiert in ihrem Internetauftritt "Gib AIDS keine Chance" über die Möglichkeiten, sich vor sexuell übertragbaren Infektionen zu schützen. (Recherchedatum: 04.11.2011)
- mach’s mit...Kondom! Safer Sex - wie und wozu? (Broschüre)
Diese Broschüre ist für alle, die mehr über Kondome und Safer Sex wissen möchten. Was sind Kondome? Wovor schützen sie? Wie benutzt man sie richtig? (Recherchedatum: 19.12.2011)
- Wenn das Kondom versagt
Die BZgA informiert in ihrem Internetauftritt "Gib AIDS keine Chance" über sofortige Schutzmaßnahmen, wenn ein Kondom versagt. Die Schutzmaßnahmen dienen dem Vermeiden einer ungewollten Schwangerschaft und einer HIV-Infektion. Weiterführende Informationen zur medizinischen Notfall-Behandlung gegen HIV können abgerufen werden. (Recherchedatum: 19.12.2011)
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Häufig gestellte Fragen
Bleibt das Kondom für die Frau sicher in der Scheide, wenn der Partner den Penis zurückzieht?
Wenn nicht genügend Gleitmittel verwendet wird, kann es passieren, dass das Kondom für die Frau (Femidom) am Penis kleben bleibt und mit herausgezogen wird, wenn der Partner den Penis zurückzieht. Eine zu geringe Gleitfähigkeit kann auch dazu führen, dass der äußere Ring in die Scheide hineinrutscht. Der Empfängnisschutz ist dann nicht mehr gewährleistet. Wenn dies passiert, muss der Geschlechtsverkehr sofort unterbrochen und ein neues Kondom für die Frau eingeführt werden.
Solche Pannen lassen sich vermeiden, indem stets genügend Gleitmittel in das Kondom für die Frau oder auf den Penis aufgebracht wird. Da das Kondom für die Frau aus Kunststoff besteht, können sowohl wasser- als auch ölbasierte Gleitmittel verwendet werden.



