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Nachrichten

31.03.2010

Zahl der Schwangerschaftsabbrüche weiter gesunken

Nach neuen Daten des Statistischen Bundesamts ist die Zahl der Schwangerschaftsabbrüche in Deutschland im Jahr 2009 um rund 3800 auf 110.700 Abbrüche gesunken. Im europäischen Vergleich hat Deutschland eine der geringsten Abbruchraten.

Die Zahl der Schwangerschaftsabbrüche ist in den letzten fünf Jahren kontinuierlich gesunken und hat sich gegenüber dem Jahr 2004 um fast 20.000 Abbrüche vermindert.
1996 lag die Anzahl der Schwangerschaftsabbrüche je 10.000 Frauen im Alter von 15 bis unter 45 Jahren bei 76 und 2009 (nach der vorläufigen Berechnung) bei 70.

Dreiviertel der Frauen, die 2009 Schwangerschaftsabbrüche durchführen ließen, waren zwischen 18 und 34 Jahre alt, 15 Prozent zwischen 35 und 39 Jahre. Rund acht Prozent waren älter als 40 Jahre, etwa vier Prozent minderjährig. Damit ging die Zahl der Abbrüche bei Minderjährigen im Vergleich zum Jahr 2008 um 400 auf rund 4900 zurück.

Fast alle gemeldeten Schwangerschaftsabbrüche wurden nach der Beratungsregelung, rund drei Prozent nach einer medizinischen oder kriminologischen Indikation vorgenommen. Fast drei Viertel der Abbrüche wurden mit der Absaugmethode (Vakuumaspiration) und 14 Prozent mit dem Präparat Mifegyne® durchgeführt. Rund 80 Prozent der Eingriffe fanden ambulant in gynäkologischen Praxen und rund 18 Prozent in Krankenhäusern statt.

Die Ergebnisse nach Bundesländern sind im Internet unter www.destatis.de abrufbar.

 

 

Quelle

Statistisches Bundesamt (Destatis) / Eurostat

 

 
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