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22.12.2009

Weiter im Test: Verhütungsspritze für den Mann

Gemeinsam mit einer US-amerikanischen Forschungsgruppe führt die Weltgesundheitsorganisation (WHO) eine weltweite Studie über die Verhütungsspritze für den Mann durch. An dieser Studie ist auch eine deutsche Universitätsklinik beteiligt.

Verhütungsmittel für den Mann werden schon seit langer Zeit erforscht, bisher allerdings ohne Ergebnis für die Verbraucher. Nun soll eine gemeinsame Studie der WHO und verschiedenen Forschungsgruppen der "Spritze für den Mann" zum Durchbruch und zur Marktreife verhelfen.

Den Teilnehmern der Studie wird alle acht Wochen das Hormon Testosteron und ein Gestagen gespritzt. Die Gabe der beiden Sexualhormone verhindert die Spermienbildung in den Hoden und soll dazu führen, dass der Körper innerhalb eines halben Jahres die Spermienproduktion einstellt. Wird die Hormongabe gestoppt, produzieren die Hoden erneut Spermien. Es entsteht also keine dauerhafte Unfruchtbarkeit. Nach Forschungsergebnissen aus Vorstudien gilt die Hormonspritze als genauso sicher wie die Pille für die Frau.

Für die Durchführung der Studie sucht das Zentrum für Reproduktionsmedizin und Andrologie in Halle (Saale) noch gesunde Paare. Die Frauen sollten zwischen 18 und 38 Jahre, die Männer zwischen 18 und 45 Jahre alt sein. Während der Studie werden die Paare umfassend ärztlich betreut. Die Männer müssen in der Verhütungsphase zweieinhalb Jahre lang alle acht Wochen zur Untersuchung und zur Spritzengabe in das Universitätsklinikum Halle kommen. Für die Studienteilnahme erhalten die Paare eine Aufwandsentschädigung.

Es wird damit gerechnet, dass die Verhütungsspritze etwa 2015 im Handel verfügbar sein wird.

Quelle

Pressemiteilung Universitätsklinikum Halle, November 2009

 
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