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10.01.2017

Väterfreundliche Personalpolitik im Aufwind

Eine väterfreundliche Personalpolitik ist ein wichtiger Baustein der Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Das erkennen auch immer mehr Unternehmen – so ein Ergebnis des aktuellen Väter-Barometers, einer repräsentativen Befragung von 1000 abhängig beschäftigten Vätern minderjähriger Kinder und 300 Arbeitgebern aller Branchen und Unternehmensgrößen.

Über die Hälfte der befragten Väter würde ihre Arbeitszeit gerne zugunsten der Familie reduzieren; bei den jungen Männern zwischen 18 und 29 Jahren sind es sogar mehr als zwei Drittel. Dabei liegt besonders vollzeitnahe Teilzeitarbeit im Trend: Fast jeder zweite junge Vater würde der Befragung zufolge seine Arbeitszeit am liebsten um bis zu 20 Prozent reduzieren.

Diesen Bedarf sehen immer mehr Unternehmen und reagieren darauf. Viele Arbeitgeber in Deutschland erkennen, dass „klassische“ Angebote zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf bei Vätern nicht ausreichend ankommen. Sie bieten deshalb vermehrt individuell gestaltbare Maßnahmen an, wie flexible Arbeitszeit, flexible Führungsmodelle oder mobiles Arbeiten. Jedes vierte Unternehmen plant inzwischen Maßnahmen zur flexiblen Arbeitszeitgestaltung.

Die Väter danken es ihnen: Sie nehmen die Unternehmen als familienfreundlicher wahr als noch 2015 und haben zunehmend das Gefühl, ihr familiäres Engagement werde von ihrem Arbeitgeber akzeptiert und unterstützt.

Das Väter-Barometer macht aber auch deutlich: Es gibt bei den Unternehmen noch viel Handlungsbedarf in Sachen Väterfreundlichkeit. Insbesondere für Väter älterer Kinder besteht noch viel Spielraum für Verbesserungen.

Quelle

Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend: Newsletter „Erfolgsfaktor Familie“ vom 25. November 2016.

 

Weitere Informationen:

Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend: Ergebnisse des 2. Väter-Barometer. (Abruf: 09. Januar 2017).