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03.12.2015

Steuer-Identifikationsnummer: Pflichtangabe für das Kindergeld ab 2016

Ab dem 1. Januar 2016 ist die Steuer-Identifikationsnummer eine Pflichtangabe, um Kindergeld zu beziehen. Benötigt werden sowohl die Steuer-Identifikationsnummern des Kindes, für das Kindergeld beantragt wird, und die des Elternteils, der den Kindergeldantrag stellt oder bereits Kindergeld bezieht. Mit dieser Neuregelung sollen Doppelzahlungen verhindert werden. Die Anspruchsvoraussetzung gilt für alle Kinder unabhängig von ihrem Geburtsdatum. Die Steuer-Identifikationsnummern müssen der jeweiligen Familienkasse schriftlich mitgeteilt werden, eine telefonische Übermittlung genügt nicht.

Die Steuer-Identifikationsnummern werden jeder in Deutschland gemeldeten Person zugeteilt. Es ist eine 11-stellige Nummer, die lebenslänglich und unabhängig von der Lebenssituation bestehen bleibt. Die eigene Steuer-Identifikationsnummer und die des Kindes stehen in den Mitteilungsschreiben des Bundeszentralamts für Steuern, sie sind aber auch auf der elektronischen Lohnsteuerbescheinigung oder im Einkommensteuerbescheid zu finden.

Eltern, die bereits Kindergeld beziehen und die Steuer-Identifikationsnummern noch nicht eingereicht haben, können den Kindergeldbezug sicherstellen und Rückfragen vermeiden, indem sie ihrer Familienkasse die Steuer-Identifikationsnummern mitteilen. Das Kindergeld wird jedoch weitergezahlt, auch wenn der Familienkasse bis zum 1. 1. 2016 keine Mitteilung der Steuer-Identifikationsnummer vorliegt. In diesem Fall werden Kindergeldberechtigte im Laufe des Jahres 2016 von ihrer zuständigen Familienkasse angeschrieben, darauf weist die Bundesagentur für Arbeit in einer Presseinformation hin.

Quelle

Bundesagentur für Arbeit: Kindergeld wird auch ohne Vorlage der Steuer-Identifikationsnummer weiter gezahlt. Presseinformation 057 vom 12. November 2015.