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07.04.2017

Schwangerschaftsdiabetes: Oft genügt eine Änderung des Lebensstils

Mehrere ärztliche Fachverbände raten bei einem Schwangerschaftsdiabetes zuerst zu einer Änderung des Lebensstils. Erst wenn diese Maßnahme nicht greift, sei eine Insulintherapie in Betracht zu ziehen.

Bei einem Schwangerschaftsdiabetes ist der Blutzuckerspiegel der Schwangeren erhöht. Ursache dafür ist der veränderte Hormonhaushalt, der den Zuckerstoffwechsel aus dem Gleichgewicht bringen kann. Die hohe Zuckermenge im Blut führt dazu, dass das Baby überernährt wird und zu schnell wächst. Es kann zu Fehlbildungen des Herzens und einer verzögerten Reifung der Lungenbläschen kommen. Oft kommt es zu einer Frühgeburt. Damit der Diabetes frühzeitig erkannt und behandelt werden kann, wird Frauen im Rahmen der Schwangerenvorsorge zwischen der 24. und 28. Schwangerschaftswoche eine Untersuchung auf Schwangerschaftsdiabetes angeboten.

Eine ausgewogene und ballaststoffreiche Ernährung, der weitgehende Verzicht auf Süßigkeiten und Limonaden sowie reichliche, möglichst tägliche Bewegung und eine regelmäßige Blutzuckerkontrolle sind, so die medizinischen Fachgesellschaften, oft ausreichend, um einen angemessenen Blutzuckerspiegel zu erreichen. Greifen diese Maßnahmen nicht, sollte jedoch nicht zu lange mit der Insulintherapie gewartet werden.

Quelle

Aerzteblatt.de: Lebensstil-Änderung erste Maßnahme bei Schwangerschaftsdiabetes. 02. März 2017.