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21.09.2011

Neue Leitlinie zur Behandlung des Schwangerschaftsdiabetes

Ein Schwangerschaftsdiabetes zählt zu den häufigsten Schwangerschaftskomplikationen. Eine frühzeitige Behandlung kann die Risiken für Mutter und Kind senken.

Bei fast jeder 30. Schwangeren hat sich im Jahr 2010 bis zur Geburt des Kindes ein Schwangerschaftsdiabetes entwickelt. Da die Erkrankungszahlen steigen und damit auch die Komplikationsraten bei der Geburt, hat die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) gemeinsam mit der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG) die Praxisleitlinie zum Schwangerschaftsdiabetes überarbeitet. Die Leitlinie strebt an, die Erkrankungszahlen durch gezielte Reihenuntersuchungen Schwangerer auf bestimmte Risiken für Gestationsdiabetes zu senken.

Folgen eines unbehandelten Schwangerschaftsdiabetes können Bluthochdruck, Harnwegsinfekte, Präeklampsie oder auch eine Frühgeburt sein. Zudem kommt es häufiger zu Geburtskomplikationen, die einen Kaiserschnitt nötig machen. Die Neugeborenen sind oft überdurchschnittlich groß und zeigen häufig Atemprobleme, Unterzuckerung oder eine Trinkschwäche. Diese Risiken lassen sich durch eine frühzeitige Ernährungsberatung, Kontrolle und Behandlung des Blutzuckers sowie durch eine intensive geburtshilfliche Betreuung der Schwangeren verringern. Wird der Schwangerschaftsdiabetes nicht behandelt, entwickelt die Mehrzahl der Mütter in den Jahren nach der Geburt einen Diabetes mellitus Typ 2.

Hauptursachen des Schwangerschaftsdiabetes sind Übergewicht durch falsche Ernährung, Bewegungsmangel sowie eine erbliche Vorbelastung. Schon eine Ernährungsumstellung und regelmäßige Bewegung können häufig dazu beitragen, die Blutzuckerwerte zu normalisieren.

Quelle

Deutsche Diabetes Gesellschaft, Pressemitteilung vom 11.08.2011

Die vollständige Leitlinie ist auf der DDG-Homepage abrufbar


 
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