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Muttermilch wertvoller als künstliche Säuglingsmilch
Die Nationale Stillkommission am Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) kritisiert die zunehmende, sachlich falsche Werbung für künstliche Säuglingsmilch in den Medien.
Verschiedene medizinische Fachgesellschaften und Verbände sowie der Deutsche Hebammenverband und die Nationale Stillkommission am Bundesinstitut für Risikobewertung kritisieren die zunehmende Werbung für industriell hergestellte Säuglingsmilch. Das Etikett „nach dem Vorbild der Muttermilch“ lege nahe, dass die Nahrung aus der Flasche der Muttermilch gleichwertig oder überlegen sei. Dies könne Mütter und Väter über den Wert des Stillens verunsichern und die Bereitschaft zum Stillen negativ beeinflussen.
Die kritisierten Werbemaßnahmen verstießen zudem gegen den Internationalen Codex zur Vermarktung von Muttermilch-Ersatzprodukten der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sowie gegen die Rechtsvorschriften für die Vermarktung von künstlicher Säuglingsmilch. Fachkreise fordern die zuständigen Überwachungsbehörden auf, die Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften zu kontrollieren und Verstöße dagegen zu unterbinden.
Muttermilch ist die ideale Nahrung für Säuglinge und deckt ihren Bedarf an Nährstoffen und Flüssigkeit im ersten Lebenshalbjahr. Wissenschaft und Gesundheitswesen sind sich einig, dass Muttermilch unter anderem das Risiko für infektiöse Atemwegs- und Durchfallerkrankungen senkt. Sie trägt auch dazu bei, dass gestillte Kinder nicht übergewichtig werden und sich später kognitiv besser entwickeln.
Quelle
Bundesinstitut für Risikobewertung, Presseinformation vom 28.10.2011
Weitere Informationen
Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin e.V., Stellungnahme vom 28.10.2011
WHO, Internationaler Codex zur Vermarktung von Muttermilchersatzprodukten, Abruf 21.11.2011
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