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13.05.2011

Mutter-Kind-Kuren: Jeder dritte Antrag abgelehnt

Seit 2007 sind Mutter-Kind-Kuren eine Pflichtleistung der gesetzlichen Krankenkassen. Trotzdem werden immer weniger Kuren bewilligt.

Mutter-Kind- oder Mütter-Kuren sind für viele Frauen eine wichtige Unterstützung, um den Alltagsbelastungen gesundheitlich standhalten zu können und wieder Kraftreserven aufzubauen. Entsprechend hoch ist laut Auskunft des Müttergenesungswerks die Nachfrage nach Kurplätzen. Allerdings haben die Krankenkassen im Jahr 2010 rund 34 Prozent der Anträge abgelehnt, noch einmal drei Prozent mehr als schon im Vorjahr. Dadurch senkten die gesetzlichen Krankenkassen ihre Ausgaben für beide Kurformen um mehr als neun Prozent.

Das Müttergenesungswerk weist in einer Stellungnahme darauf hin, dass Kurmaßnahmen für Mütter seit der Gesundheitsreform von 2007 zu den Pflichtleistungen der gesetzlichen Krankenversicherung gehören, wenn eine medizinische Indikation vorliegt. Es fordert die Krankenkassen auf, bei der Bewilligung von Kuren die Interessen der Mütter stärker zu berücksichtigen und nach objektiven Kriterien zu urteilen, um mehr Frauen die nötige Auszeit zu ermöglichen.

Quelle

Deutsches Ärzteblatt online, 20.4.2011
Kassen lehnen mehr als ein Drittel der Mutter-Kind- und Mütterkuren ab

Müttergenesungswerk, Abruf 5.5.2011
Statistiken zur Ablehnung von Mutter-Kind-Kuren