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17.04.2017

Mütter von Kleinkindern selten in Vollzeit erwerbstätig

Wenn die Kinder noch klein sind, ist in Deutschland nach wie vor ein eher traditionelles Modell der Arbeitsteilung in der Familie vorherrschend: Der Vater arbeitet in Vollzeit, die Mutter ist in Teilzeit oder gar nicht erwerbstätig.

Wie das statistische Bundesamt mitteilt, gingen im Jahr 2015 nur rund 10 Prozent der Mütter von Kindern unter drei Jahren einer Vollzeiterwerbstätigkeit nach. Im Westen Deutschlands waren es sogar nur 8 Prozent, während der Anteil im Osten des Landes mit 21 Prozent deutlich höher lag. Hingegen arbeiteten 83 Prozent der Väter von Kleinkindern in Vollzeit.

In mehr als der Hälfte der Fälle (51 Prozent) war die Mutter gar nicht erwerbstätig, während der Vater einer Vollzeittätigkeit nachging. Bei einem weiteren Viertel der Paare (24 Prozent) arbeitete der Vater ebenfalls in Vollzeit, die Mutter in Teilzeit. Nach wie vor die große Ausnahme ist eine „umgekehrte“ Arbeitsteilung: Nur bei 2 Prozent der Elternpaare war die Mutter in Vollzeit erwerbstätig und der Vater in Teilzeit oder gar nicht.

Damit ist die Arbeitsteilung in den letzten zehn Jahren stabil geblieben: Auch schon 2006 gingen nur rund 10 Prozent der Mütter von Kindern unter drei Jahren einer Vollzeittätigkeit nach.

Quelle

Destatis: Bei Paaren mit kleinen Kindern ist eine Vollzeit­tätigkeit für Mütter die Ausnahme. Pressemitteilung Nr. 077 vom 07. März 2017.