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01.05.2009

Geburtenrate nach In-vitro-Fertilisation gestiegen

Nach einer aktuellen Studie ist die Lebendgeburtsrate bei In-Vitro-Fertilisationen mittlerweile mit der von fruchtbaren Paaren vergleichbar. Entscheidend für den Erfolg einer künstlichen Befruchtung ist das Alter der Frau.

An der Studie, die im „New England Journal of Medicine“ veröffentlicht wurde, nahmen rund 6.000 Paare teil. Sie hatten sich zwischen den Jahren 2000 und 2005 einer Fruchtbarkeitsbehandlung mithilfe der künstlichen Befruchtung (In-Vitro-Fertilisation) unterzogen. Insgesamt wurden etwas mehr als 14.000 Befruchtungszyklen ausgewertet. Die Paare wurden beobachtet, bis ein Kind geboren oder die Behandlung abgebrochen wurde. Bei der Auswertung der Ergebnisse wurde die Gesamtzahl der beobachteten IVF-Zyklen mit der Zahl der lebend geborenen Kinder in Beziehung gesetzt. Zur Berechnung der Erfolgsrate der künstlichen Befruchtungen nahmen die Forscher in einer ersten Auswertung an, dass die Frauen, die die Behandlung abbrachen, später doch ein Kind bekamen. In einer zweiten Auswertung gingen sie davon aus, dass die Frauen nach dem Behandlungsabbruch kinderlos blieben. So ergaben sich zwei verschiedene Datenauswertungen: Eine optimistische Schätzung mit höheren und eine konservative Interpretation der Daten mit niedrigeren Erfolgraten.
Bei der Auswertung der Ergebnisse wurde das Alter der Frauen jeweils besonders berücksichtigt.

Hohe Erfolgsrate bei Frauen unter 35
Die Wahrscheinlichkeit, ein Kind zu bekommen, lag bei den unter 35jährigen Patientinnen zwischen 86 Prozent (optimistische Schätzung) und 65 Prozent (konservative Schätzung). Bei den Patientinnen, die 40 Jahre oder älter waren, betrugen die entsprechenden Raten 42 und 23 Prozent.

Die Forscher kamen zu dem Ergebnis, dass die Unfruchtbarkeit bei jüngeren Frauen mit Hilfe der In-Vitro-Fertilisation mit einer hohen Wahrscheinlichkeit behoben werden kann. Bei den älteren Frauen zeigte sich die Chance auf ein Kind als erheblich geringer.

In Deutschland ermittelt das deutsche IVF-Register jährlich die durchschnittliche Geburtenrate nach künstlicher Befruchtung, gemittelt über alle Altersgruppen. Sie lag im Jahr 2006 bei rund 26 Prozent pro Eizell-Übertragung. Dies entspricht in etwa der natürlichen Geburtenrate pro Zyklus bei einem gesunden Paar.

Quellen:
http://www.medknowledge.de/abstract/med/med2009/03-2009-29-leben-geburt-ivf.htm
Malizia BA et al. Cumulative live-birth rates after in vitro fertilization. N Engl J Med 2009 Jan 15; 360:236.

Portal des deutschen IVF-Registers
http://www.deutsches-ivf-register.de/

Quelle

Medknowledge

 
 
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