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27.11.2015

Familienreport 2014: Familienfreundlichkeit und wachsender Kinderwunsch

Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) hat im Oktober seinen Familienreport für das Jahr 2014 vorgestellt. Er enthält die neuesten Zahlen zu Familienformen, Kinderwünschen, Geburten, Eheschließungen und Ehescheidungen.

Einige Ergebnisse des Familienreports 2014 im Überblick:

  • Für Ost- wie für Westdeutsche sind Familie und Kinder sehr wichtig. Mehr als 80 Prozent der 20- bis 39-Jährigen wünschen sich eigene Kinder.
  • Die meisten Befragten haben einen weiten Familienbegriff: Dazu zählen verheiratete und unverheiratete heterosexuelle Paaren mit Kindern, Alleinerziehende, homosexuelle Eltern und Stief- und Patchworkfamilien. Die Akzeptanz „bunter“ Familienformen ist besonders bei den 20- bis 39-Jährigen hoch.
  • Die ideale Kinderzahl liegt nach Meinung junger Menschen aktuell im Schnitt bei 2,26 Kindern – eine deutliche Steigerung gegenüber dem Jahr 2001: Da lag die als ideal eingestufte Zahl noch bei 1,57 Kindern. Die tatsächliche Geburtenrate lag 2013 jedoch bei 1,41 Kindern pro Frau.
  • Jeder dritte Vater nimmt mittlerweile Elterngeld in Anspruch – 2006 waren es nur 3,5 Prozent. 
  • Mehr als jeder zweite Vater hat das Gefühl, zu wenig Zeit für die Kinder zu haben. Drei Viertel der Väter mit Kindern unter 18 Jahren würde gerne weniger arbeiten.
  • 60 Prozent der Eltern mit Kindern unter drei Jahren möchten sich beide gleichermaßen in Familie und Beruf einbringen, nur 14 Prozent können dies auch verwirklichen.
  • Seit 2000 ist die Müttererwerbstätigkeit von 59 Prozent auf 67 Prozent angestiegen. Zwischen 2008 und 2010 kehrten Mütter im Durchschnitt 19 Monate nach einer Geburt in den Beruf zurück und arbeiteten 24 Wochenstunden. Dies trifft auch für Alleinerziehende zu.

Der Familienreport 2014 kann im Internet unter www.bmfsfj.de abgerufen werden.

Quelle

Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ): Familienreport 2014. Pressemitteilung vom 28. Oktober 2015.