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01.05.2009

Epilepsie: Gefahr durch Valproinsäure in der Schwangerschaft

US-Forscher warnen vor Anti-Epileptika mit Valproinsäure. Bei ihrer Einnahme wurden häufiger Fehlbildungen und kognitive Störungen beim Kind festgestellt.

Stärkere epileptische Anfälle in der Schwangerschaft können zu Sauerstoffmangel beim Kind führen und so seine Gesundheit gefährden. Deshalb kann auf die Behandlung mit Medikamenten (Anti-Epileptika) oft nicht verzichtet werden. Umso wichtiger ist die sorgfältige Auswahl eines geeigneten Wirkstoffs in einer möglichst niedrigen Dosierung. Da die Wirkstoffkonzentration im Blut schwanken kann, ist es ratsam, sie regelmäßig kontrollieren zu lassen. Von einer Therapie mit mehreren Wirkstoffen wird abgeraten.
Generell sollten alle Anti-Epileptika wegen möglicher Nebenwirkungen für das Kind vorsichtig eingesetzt werden. Die Medikamente erhöhen geringfügig das Risiko, ein Kind mit Fehlbildungen zur Welt zu bringen.

Vorsicht bei der Einnahme von Valproinsäure
Neue Studien und Leitlinien warnen Schwangere, die auf Anti-Epileptika angewiesen sind, vor der Einnahme von Valproinsäure. Sie gilt als das riskanteste antiepileptische Medikament für das Ungeborene. Der Wirkstoff kann Fehlbildungen und kognitive Störungen beim Kind verursachen. So besteht bei der Einnahme von Valproinsäure ein 20-fach erhöhtes Risiko für einen so genannten offenen Rücken (Spina bifida) und andere Schädigungen des zentralen Nervensystems (Neuralrohrdefekte).

Gute Chancen auf eine problemlose Schwangerschaft
Wenn eine Schwangerschaft bei Frauen mit Epilepsie gut geplant und betreut wird, muss sie nicht risikoreicher verlaufen als bei gesunden Frauen. Nach Aussagen der Deutschen Gesellschaft für Epileptologie kommen 95 Prozent der Kinder von Müttern mit Epilepsie gesund zur Welt. Schwangere, die neun Monate vor der Geburt anfallfrei geblieben sind, haben mit einer hohen Wahrscheinlichkeit von bis 92 Prozent auch in der Schwangerschaft keinen Anfall.

 
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