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17.08.2010

Elterngeldbezug von Vätern regional unterschiedlich

Jeder fünfte Mann, der im Jahr 2008 Vater wurde, bezog Elterngeld. Unter den Elterngeldbeziehern waren die bayerischen Väter mit 27 Prozent am stärksten vertreten, die saarländischen mit 12 Prozent am seltensten.

Die Zahl der Väter, die Elterngeld beziehen, steigt weiterhin. Dabei zeigen sich jedoch große regionale Unterschiede, wie das Statistische Bundesamt bekanntgab. Bundesweit haben über ein Fünftel aller Männer, die im Jahr 2008 Vater wurden, Elterngeld in Anspruch genommen (21 Prozent). Spitzenreiter waren mit rund 27 Prozent die Bayern, die niedrigste Quote verzeichnet das Saarland mit etwa 12 Prozent.

In den meisten bayerischen Kreisen lag der Anteil der Väter, die Elterngeld bezogen, bei mindestens 25 Prozent. Die stärkste Väterbeteiligung zeigte sich jedoch in einigen Kreisen in den neuen Bundesländern: In Potsdam bezogen 39 Prozent der Väter Elterngeld, in der thüringischen Stadt Jena sogar 43 Prozent. Am seltensten nahmen Väter in Gelsenkirchen, im sauerländischen Landkreis Olpe und im Landkreis Nienburg/Weser mit acht bis neun Prozent Elterngeld in Anspruch.

Die Höhe des Elterngeldes ist abhängig vom bisherigen Verdienst und beträgt 67 Prozent des durchschnittlichen monatlichen Nettogehaltes in den letzten zwölf Monaten vor der Geburt des Kindes, höchstens aber 1800 Euro. Der durchschnittliche Elterngeldanspruch von Vätern, die vor der Geburt ihres Kindes erwerbstätig waren, lag im ersten Bezugsmonat bundesweit bei 1131 Euro und damit um rund ein Drittel höher als der vergleichbare Anspruch von Müttern (844 Euro).

Auch hier zeigten sich wieder erhebliche regionale Unterschiede. Während die Anspruchshöhe von Vätern in drei von vier westdeutschen Kreisen bei mindestens 1100 Euro lag, wurde dieser Wert in keinem ostdeutschen Kreis erreicht. Dort lag der durchschnittliche Elterngeldanspruch unter 1000 Euro. Auch hier lagen die bayerischen Väter wieder vorn: Der höchste Eltergeldbezug wurde im bayerischen Landkreis Eichstätt mit 1355 Euro verzeichnet.

Quelle

Destatis Pressemitteilung Nr. 272 vom 03.08.2010

 
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