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07.02.2010

Eisenpräparate individuell dosieren

Nicht jede Schwangere braucht Eisenpräparate als Nahrungsergänzung. Dies ist das Ergebnis einer Auswertung zahlreicher Studien, über die das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) berichtet.

Nimmt der Körper zuwenig Eisen auf, kann das zu einem Eisenmangel und in der Folge zu einer Blutarmut (Anämie) führen. Eisen ist für die Blutbildung und den Sauerstofftransport in die Körperzellen notwendig. Eine Unterversorgung macht sich hauptsächlich durch Müdigkeit und Erschöpfung bemerkbar. Wenn das Immunsystem geschwächt ist, kann ein Eisenmangel auch Infektionen begünstigen und so zu Komplikationen bei schwangeren Frauen und den ungeborenen Kindern führen. Bei gesunden Schwangeren, die sich ausgewogen ernähren, sind ein ausgeprägter Eisenmangel oder eine Anämie jedoch selten.

Studienergebnisse
Um die Bedeutung und Wirksamkeit von Eisen als Nahrungsergänzung zu klären, hat eine internationale Forschergruppe mehrere Studien mit rund 23.000 gesunden Schwangeren analysiert, die täglich oder wöchentlich Eisenpräparate, Placebos oder keine Eisenmittel eingenommen hatten.
Laut Gesundheitsinformation.de, der Patienteninformationsseite des IQWiG, konnten die Studien zeigen, dass die tägliche oder wöchentliche Einnahme von Eisen den Eisengehalt im Blut erhöht, das Risiko für einen Eisenmangel oder eine Anämie senkt und Bluttransfusionen nach der Geburt seltener nötig sind. Ob aber die Eisenpräparate auch Komplikationen oder Erkrankungen bei Müttern und Kindern verringern, konnte nicht nachgewiesen werden. Es fanden sich in diesen Studien auch keine Anhaltspunkte dafür, dass hohe Eisenwerte Müttern oder Säuglingen schaden.

Individuelle Dosierung empfehlenswert
Die Studienauswertung legt nahe, dass es bei gesunden Schwangeren wahrscheinlich ausreicht, einmal wöchentlich ein Eisenpräparat einzunehmen, um einem Eisenmangel vorzubeugen. Nehmen Schwangere mit der Nahrung bereits genügend Eisen auf, können sie vermutlich vollständig auf die zusätzliche Einnahme von Eisen verzichten.

Ernährungsempfehlungen
Der individuelle Eisenbedarf lässt sich bei gesunden Schwangeren in der Regel durch eine ausgewogene und vielseitige Ernährung weitgehend decken. Fleisch ist ein guter Eisenlieferant. Aber auch pflanzliche Nahrungsmittel wie Vollkornflocken, Hülsenfrüchte wie Linsen und Bohnen, grünes Blattgemüse wie Spinat, Mangold, Fenchel und Kräuter, zum Beispiel Petersilie, enthalten Eisen. Besteht ein Eisenmangel, ist die zusätzliche Einnahme von Eisen – nach ärztlicher Beratung – wichtig, um eine Blutarmut verhindern.

Quelle

www.gesundheitsinformation.de


 

 
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