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28.01.2009

Bildung und Einkommen sind ausschlaggebend für die Inanspruchnahme von Vorsorgeangeboten

Je höher der Bildungsabschluss und das Einkommen, desto häufiger nehmen Schwangere Vorsorgeangebote in Anspruch. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Kaufmännischen Krankenkasse.


Die Kaufmännischen Krankenkasse (KKH) befragte 13 000 Frauen, die im Jahr 2005 ein Kind bekommen hatten, zur ihrem Schwangerschaftsverhalten. Bei der Befragung stellte sich heraus, dass sozial besser gestellte Schwangere sowohl kostenlose Vorsorgeangebote als auch kostenpflichtige Zusatzdiagnostik stärker nutzen als sozial schwächer gestellte Schwangere.

Bei finanziell und sozial schlechter gestellten Frauen sind dagegen später die Ausgaben für Arzneien und andere medizinische und Krankenhausbehandlungen deutlich höher. Dies betrifft sowohl die Ausgaben für die Mutter, als auch für das Kind. Hier sieht die Kaufmännische Krankenkasse einen Versorgungsbedarf besonders jüngerer Mütter durch Hebammen.

Große Unterschiede gibt es auch bei der Teilnahme an kostenlosen Geburtsvorbereitungskursen: 86 Prozent der Schwangeren mit einem Studiumsabschluss besuchten einen Geburtsvorbereitungskurs, jedoch nur 40 Prozent der Hauptschülerinnen ohne Ausbildung.
Frauen mit Hauptschulabschluss werden auch deutlich seltener von ihren Partnern zur Vorsorgeuntersuchung begleitet: Bei nur 22 Prozent kam der Partner mindestens einmal mit. Dagegen wurden 62 Prozent der Hochschulabsolventinnen vom Partner mindestens einmal begleitet.

Die Wahrnehmung von passenden und guten Vorsorgeangeboten kann dazu beitragen, späteren Behandlungsbedarf zu vermindern.

Quelle

Kaufmännische Krankenkasse - Schwangerenstudie zur Nutzung von Schwangerenvorsorge

Pressemitteilung KKH September 2008

 
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