SIDS
SIDS ist die Abkürzung für „sudden infant death syndrome“, den englischen Begriff für den plötzlichen Kindstod. Er ist der unerwartete Tod eines völlig gesunden Säuglings, ausgelöst durch einen Atem- oder Herzstillstand. Meist tritt er nachts, häufig auch in den frühen Morgenstunden im Schlaf ein. Die genauen Ursachen sind unklar. Als Risikofaktoren gelten die Bauchlage im Schlaf, Überwärmung und das Rauchen während der Schwangerschaft und in Gegenwart des Kindes. Das Stillen während der ersten sechs Lebensmonate verringert das Risiko.
Die Wahrscheinlichkeit des plötzlichen Kindstods ist zwischen dem zweiten und vierten Lebensmonat am höchsten, nach dem ersten Lebensjahr tritt er nur sehr selten ein. Im Jahr 2009 starben in Deutschland 193 von 665.126 Säuglingen unter einem Jahr am plötzlichen Kindstod (0,03 Prozent).
Links zum Thema
- Stillen. Einfach. Gut.
Stillen gibt dem Baby alles, was es gut gedeihen lässt und gerade in seinen ersten Lebensmonaten braucht. Auch für die Mutter ist das Stillen gut.
- Rauchen – die unterschätzte Gefahr für das Kind
Rauchen ist der wichtigste Risikofaktor für Komplikationen in der Schwangerschaft. Etwa jedes fünfte Kind ist durch seine rauchenden Eltern bereits im Mutterleib vorbelastet.

