Fruchtwasser
Das Fruchtwasser (auch Amnionflüssigkeit) ist die Flüssigkeit in der Fruchtblase, in der das ungeborene Kind schwimmt. Das Fruchtwasser wird von den inneren Eihäuten gebildet. Es enthält Eiweiße, Zucker, Kalium, Natrium und Spurenelemente sowie Hautzellen und Härchen des Kindes.
Etwa ab der 14. Schwangerschaftswoche beginnt das Ungeborene, in kleinen Schlucken Fruchtwasser zu trinken - bis zu drei Liter pro Tag. Das auf diese Weise verbrauchte Fruchtwasser wird sofort erneuert. Gegen Ende der Schwangerschaft findet alle drei Stunden ein vollständiger Austausch statt. Die Fruchtwassermenge kann bis zu zwei Liter betragen.
Zuwenig oder zuviel Fruchtwasser kann auf eine Erkrankung der Schwangeren oder auf Fehlbildungen des Ungeborenen hinweisen. Normalerweise ist das Fruchtwasser klar bis milchig-gelblich. Wenn das Kind übertragen ist, kann es durch Stuhlausscheidungen (Kindspech oder Mekonium) eintrüben und nimmt eine grünliche Färbung an.
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- Die Fruchtwasseruntersuchung (Amniozentese)
Für die Fruchtwasseruntersuchung im Rahmen der Pränataldiagnostik wird Fruchtwasser direkt aus der Fruchtblase entnommen. Die im Fruchtwasser befindlichen kindlichen Zellen können auf Chromosomenabweichungen und andere Fehlentwicklungen untersucht werden.

