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Die Partnerin unterstützen

Eine Schwangerschaft ist eine große Herausforderung für den Körper. Eine werdende Mutter muss zwar deshalb nicht wie ein rohes Ei behandelt werden. Männer können ihre Partnerin aber auf vielfältige Weise unterstützen.


Eine Schwangerschaft ist meist eine schöne, aber durchaus auch anstrengende Zeit. Selbst wenn sie ohne größere Beschwerden verläuft, brauchen Schwangere immer wieder den Beistand ihrer Partner. Das gilt besonders, wenn die Schwangerschaft im letzten Drittel beschwerlicher wird.

Jede Frau ist auf ihre ganz eigene Art und Weise schwanger. Was die eine als willkommene Unterstützung begrüßt, empfindet die andere vielleicht als Einmischung in ihre Selbstständigkeit. Gegen Ende der Schwangerschaft sind viele Frauen schnell erschöpft und freuen sich, wenn sie sich ausruhen dürfen. Anderen täte es vielleicht gut, wenn jemand ihren unverminderten Tatendrang ein wenig bremsen würde.

Auf die Bedürfnisse und mögliche Stimmungsschwankungen ihrer Partnerin einzugehen, gelingt leichter, wenn Männer auch ihr eigenes Befinden im Auge behalten. Gut für sich selbst zu sorgen, etwa sich mit anderen (werdenden) Vätern auszutauschen, den Alltag weniger stressig zu gestalten und sich damit zu befassen, wie man das neue Leben angehen möchte, kommt auch der Partnerschaft zugute.

Hier einige Dinge, die der schwangeren Partnerin (und einem selbst) gut tun können:

  • Auch wenn eine Schwangerschaft problemlos verläuft, befindet sich die Frau doch in einem manchmal strapaziösen körperlichen und seelischen Wandlungsprozess. Diese Tatsache anzuerkennen und der Frau gegenüber zum Ausdruck zu bringen, kann ihr sehr gut tun.
  • Frauen und Männer befassen sich oft auf sehr unterschiedliche Weise mit der Schwangerschaft und den sich verändernden Lebensumständen. Wer seiner Partnerin mitteilt, was ihn umtreibt und bewegt, beugt Missverständnissen vor. Wer allzu schweigsam ist, erweckt leicht den Eindruck, sich kaum für die Schwangerschaft zu interessieren.
  • Mit der Zeit sollten Schwangere nichts Schweres mehr heben und möglichst nicht lange stehen. Hektik und Stress tun zu keinem Zeitpunkt gut. Wenn die Hausarbeit nicht ohnehin schon geteilt wurde, sollten (werdende) Väter spätestens jetzt ihre Hälfte übernehmen – und vorübergehend auch mal mehr.
  • In Gegenwart der Schwangeren zu rauchen, ist schädlich für das ungeborene Kind und kann die Frau unnötig in Versuchung führen. Auch sich mit dem Alkohol zurückzuhalten, erleichtert ihr den notwendigen Verzicht.
  • In der Schwangerschaft besonders auf eine gesunde und ausgewogene Ernährung zu achten, fällt leichter, wenn beide Partner mitmachen.
  • Viele Schwangere mögen es, körperlich verwöhnt zu werden. Der Partnerin gelegentlich den dicker werdenden Bauch sanft zu massieren, entspannt und schützt ihre strapazierte Bauchhaut. Und es erhöht die Chancen des werdenden Vaters, sein Kind einmal zu spüren zu bekommen.

Hilfen zum Rauchstopp

Die BZgA-Website www.rauchfrei-info.de bietet Raucherinnen und Rauchern umfangreiche Informationen und bewährte Tipps zum Aufhören. Das Rauchfrei-Ausstiegsprogramm der BZgA begleitet und unterstützt Aufhörwillige über 21 Tage hinweg mit vielen Infos und Empfehlungen.

Publikationen zum Thema

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Häufig gestellte Fragen

Muss der Arbeitgeber einen Mann für Termine im Zusammenhang mit Schwangerschaft und Geburt freistellen?

Für Arbeitgeber besteht grundsätzlich keine Verpflichtung, Männer für die Wahrnehmung solcher Termine freizustellen. Es empfiehlt sich daher, rechtzeitig das Gespräch mit dem Arbeitgeber zu suchen, um eine gütliche Vereinbarung treffen zu können. Abgesehen davon ist es ratsam, Untersuchungstermine möglichst ans Ende der ärztlichen Sprechstunden zu legen. Dann lassen sie sich besser mit den üblichen Arbeitszeiten vereinbaren.

Auch wenn die Geburt naht, empfiehlt es sich, schon früh mit dem Arbeitgeber zu sprechen, um für die "Rufbereitschaft" in der Zeit um den errechneten Geburtstermin herum eine einvernehmliche Lösung zu finden.

Stimmt es, dass sich auch Männer "schwanger" fühlen können?

Nicht nur Frauen bekommen in der Schwangerschaft einen dicken Bauch. Auch Männern kann dies passieren – und sei es »nur«, weil sie mit dem Rauchen aufhören. Darüber hinaus zeigen nicht wenige werdende Väter unterschiedlich starke »Schwangerschafts-Symptome« wie Appetitlosigkeit, Müdigkeit oder starke Stimmungsschwankungen.

Über die Ursachen dieses Phänomens ist bislang wenig bekannt. Immerhin wurde im Jahr 2000 an der kanadischen Memorial University in St. Johns eine kleine Studie mit 34 Teilnehmern dazu durchgeführt. Sie ergab, dass die untersuchten Männer während der Schwangerschaft ihrer Partnerin vorübergehend vermehrt das Stresshormon Cortisol sowie das milchbildende Hormon Prolaktin produzierten. Unmittelbar nach der Geburt des Kindes sank der Testosteron-Wert bei den Männern um bis zu einem Drittel, was möglicherweise ein fürsorglicheres Verhalten förderte.

Abgesehen von möglichen hormonellen Einflüssen kann ein werdender Vater auch angesichts all der anstehenden neuen Aufgaben in Stress geraten. Vielleicht ist er mit einem Mal leichter erschöpft und antriebslos. Wird er häuslicher, weniger aktiv und ändert seine Essgewohnheiten, legt er möglicherweise an Gewicht zu. Solche Symptome zeigen, dass auch das Vaterwerden tiefgreifende Veränderungen mit sich bringt, die erst einmal "verdaut" werden wollen.

Die Anzeichen einer »mitfühlenden Schwangerschaft« werden unter dem Begriff »Couvade« zusammengefasst. Das Wort bedeutet so viel wie »ausbrüten«.

Was passiert, wenn das Baby auf sich warten lässt?

Nur etwa vier Prozent aller Kinder kommen zum errechneten Geburtstermin zur Welt. Eine spätere Geburt ist also nichts Ungewöhnliches. Dennoch werden ab dem errechneten Entbindungstermin alle zwei bis drei Tage Vorsorgeuntersuchungen gemacht, um sicherzugehen, dass es dem Kind gut geht. In der Regel wird noch einmal geprüft, ob der errechnete Geburtstermin richtig ist.

Ab der 41. Schwangerschaftswoche wird meist vorgeschlagen, die Geburt einzuleiten. Ist der Muttermund noch fest, kann seine Reifung medikamentös unterstützt werden. Dazu werden eine Tablette oder ein Gel mit dem Hormon Prostaglandin vor den Muttermund gebracht. Dadurch wird der Muttermund meist weich und öffnet sich ein wenig. Erst dann kann die Ärztin oder der Arzt die Geburt mithilfe eines Wehentropfs einleiten. Ist der Muttermund jedoch schon geöffnet, aber bleiben die Wehen aus, kann sofort ein Wehentropf gelegt werden.

In der Regel wird nicht länger als 14 Tage nach dem errechneten Termin auf den natürlichen Geburtsbeginn gewartet, weil danach die Gefahr besteht, dass der Mutterkuchen das Kind nicht mehr gut versorgt.

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