. .

Eine wichtige Entscheidung: Die Wahl des Geburtsortes

In Deutschland bringen die weitaus meisten Frauen ihr Kind in einer Klinik zur Welt. Aber es gibt auch Alternativen. Um herauszufinden, welcher Geburtsort am besten zu einem passt, sollte man sich Zeit nehmen. mehr...


Der Kreißsaal

Der Kreißsaal ist der Raum in einer Klinik, in dem die eigentliche Geburt stattfindet. Er ist mit allem ausgestattet, was für eine normale Geburt gebraucht wird, aber auch für einen Notfall. mehr...


Die Geburt begleiten

Als werdender Vater eine Geburt zu begleiten, heißt vor allem, den Dingen ihren Lauf zu lassen, der Partnerin zu vertrauen und ihr eine aufmerksame Stütze zu sein. mehr...


Die Tasche für den Mann

Da eine Geburt viele Stunden dauern kann, benötigt auch der werdende Vater eine Kliniktasche, die alles enthält, was er während der Entbindung brauchen kann. mehr...


Interview: "Männer sind wichtig beim Halten und Unterstützen"

Ines Albrecht-Engel, Ethnologin und Ehrenvorsitzende der Gesellschaft für Geburtsvorbereitung zur Rolle der Männer in der Schwangerschaft und bei der Geburt. mehr...


Hilfe bei Geburtsschmerzen

Jede Geburt ist mit außergewöhnlichen Schmerzen verbunden. Darauf müssen sich werdende Väter, die dabei sein wollen, einstellen. Neben verschiedenen schmerzstillenden Verfahren kann die einfühlsame Begleitung durch den Partner der Frau helfen, die Schmerzen besser zu bewältigen. mehr...



Beratungsstellensuche

Checkliste

Ämter und Anträge

Wissenswertes

für Männer

Häufig gestellte Fragen

Mein Mann möchte sich nach der Entbindung unbezahlten Urlaub nehmen, um den Haushalt zu versorgen. Erstattet ihm die Krankenkasse den Verdienstausfall?

Versorgt der Vater nach der Geburt eines Kindes den Haushalt, weil die Mutter aus gesundheitlichen Gründen nicht dazu in der Lage ist, erstattet ihm die Krankenkasse in der Regel einen Teil seines Verdienstausfalls. Wenn die Mutter bei einer gesetzlichen Krankenkasse versichert ist, kann sie nach Sozialgesetzbuch V § 38 bei ihrer Kasse eine Haushaltshilfe beantragen. Falls ein solcher Bedarf schon vor der Geburt absehbar ist, sollte der Antrag rechtzeitig zuvor gestellt werden. 

Übernimmt der Mann die häusliche Betreuung, verlangen die gesetzlichen Krankenkassen für die teilweise Kostenerstattung

  • eine ärztliche Bescheinigung über die Notwendigkeit und den Umfang der Versorgung und
  • eine Nettoverdienstbescheinigung vom Arbeitgeber des Mannes.

Genaue Auskünfte über die Höhe und Dauer der Erstattung gibt die örtliche Geschäftsstelle der Krankenkasse. Dort können auch alle nötigen Antragsformulare angefordert werden.

Privatversicherte müssen sich bei ihrer jeweiligen Versicherung nach den Möglichkeiten einer Kostenübernahme erkundigen.

Darf der Vater bei einem Kaiserschnitt mit in den OP-Saal?

Wenn Frau und Mann das möchten, spricht im Prinzip nichts dagegen. Die meisten Kliniken sind auf die Anwesenheit des Vaters im Operationssaal eingestellt. Wenn schon vor der Geburt klar ist, dass eine Schnittentbindung nötig wird, können die werdenden Eltern in einem Vorgespräch mit der Ärztin, dem Arzt und der Hebamme besprechen, wie der Mann seine Frau während des Eingriffs und danach am besten unterstützen kann.

 

 

Muss der Arbeitgeber einen Mann für Termine im Zusammenhang mit Schwangerschaft und Geburt freistellen?

Für Arbeitgeber besteht grundsätzlich keine Verpflichtung, Männer für die Wahrnehmung solcher Termine freizustellen. Es empfiehlt sich daher, rechtzeitig das Gespräch mit dem Arbeitgeber zu suchen, um eine gütliche Vereinbarung treffen zu können. Abgesehen davon ist es ratsam, Untersuchungstermine möglichst ans Ende der ärztlichen Sprechstunden zu legen. Dann lassen sie sich besser mit den üblichen Arbeitszeiten vereinbaren.

Auch wenn die Geburt naht, empfiehlt es sich, schon früh mit dem Arbeitgeber zu sprechen, um für die "Rufbereitschaft" in der Zeit um den errechneten Geburtstermin herum eine einvernehmliche Lösung zu finden.

Was bieten Väterkurse?

In Väterkursen können sich Väter über alle Fragen des Vaterseins austauschen, meist unterstützt durch professionelle Ansprechpartner oder Moderatoren. Die Kurse werden in zahlreichen Städten zum Beispiel von Familienbildungs-Einrichtungen und Geburtskliniken angeboten. Damit erwerbstätige Väter teilnehmen können, finden sie gewöhnlich am späten Nachmittag oder an Wochenenden statt.

Manche Väterkurse richten sich speziell an werdende Väter. In diesen Kursen geht es um Schwangerschafts- und Geburtsbegleitung sowie um die erste Zeit mit dem Kind.

Zu einigen Vätertreffs können Kinder mitgenommen werden. Hier werden oft gemeinsame Vater-Kind-Aktivitäten angeboten. Vätern stehen auch die allgemeinen Eltern-Kind-Kurse offen, an denen meist Frauen mit ihren Kindern teilnehmen (zum Beispiel PEKIP, Baby-Schwimmen, Baby-Gymnastik etc.).

Stimmt es, dass das Geburtserlebnis Männer seelisch überfordern kann?

Eine Geburt hinterlässt auch bei Männern tiefe seelische Eindrücke. Ob schwierige Geburtserlebnisse einen Mann auch später noch seelisch belasten können, hängt neben seiner grundsätzlichen seelischen Stabilität davon ab, wie gut er sich auf die Geburt vorbereitet.

Männer, die große Angst vor dem Geburtserlebnis haben oder sich sorgen, weil sie etwa kein Blut sehen können, sollten darüber mit ihrer Partnerin und der Hebamme sprechen. Möglicherweise ist es dann besser, nicht mit zur Geburt zu gehen.

Bei der Geburt weitet sich die Scheide enorm. Durch das Pressen können Stuhl und Urin abgehen, und es fließt Fruchtwasser gemischt mit Blut. Ob und wie dieser Anblick später das sexuelle Empfinden eines Mannes stören kann, ist bisher nicht erforscht. Der beste Platz des Mannes ist normalerweise ohnehin seitlich oder hinter der Gebärenden, damit er die Hebamme oder das ärztliche Personal nicht behindert.

Vergleicht man die Geburtserlebnisse von Vätern, die an einem guten Geburtsvorbereitungskurs teilgenommen haben, mit denen von Vätern, die unvorbereitet waren, zeigt sich, dass vorbereitete Männer das Geburtserlebnis deutlich positiver bewerten. Informierte Männer können zum einen besser mit kritischen Geburtssituationen umgehen, zum anderen sind sie besser darauf vorbereitet, ihre Partnerin starke Geburtsschmerzen erleiden zu sehen und ihr phasenweise nicht wirklich helfen zu können. Die Teilnahme an einem Geburtsvorbereitungskurs ist werdenden Vätern deshalb zu empfehlen.

Lesen Sie auch ...

"Ich war der Assistent meiner Frau"

Michael B. ist es als Teamleiter gewohnt, Verantwortung zu übernehmen und Prozesse zu gestalten. Im Geburtsvorbereitungskurs musste er erst lernen, sich auf die Rolle des "Assistenten" seiner Partnerin einzulassen. mehr...


 
6308