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Familienhebammen sind speziell ausgebildete Hebammen, die alleinerziehende Mütter oder Familien über die Regelleistungen der gesetzlichen Krankenkassen hinaus betreuen können. Neben der Begleitung während Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett bieten sie meist auch eine häusliche Unterstützung bis zum vollendeten ersten Lebensjahr des Kindes an, wenn es in der Familie gesundheitliche oder soziale Probleme gibt – zum Beispiel bei früh geborenen Kindern, chronisch kranken Müttern oder bei minderjährigen Schwangeren. Bei besonderem Bedarf ist die Betreuung auch bis zu drei Jahre möglich.
Die Familienhebamme kann auch Gespräche oder Hilfen beim zuständigen Jugend- und Sozialamt, bei Erziehungs- oder Schwangerschaftsberatungsstellen, bei (Kinder-) Ärztinnen oder Ärzten vermitteln und die Frauen bei diesen Besuchen begleiten.
Familienhebammen arbeiten eng mit medizinischen und sozialen Diensten sowie karitativen Einrichtungen zusammen. Sie sind häufig bei Gemeinden, Wohlfahrtsverbänden oder Gesundheitsämtern angestellt oder arbeiten selbstständig. Normalerweise ist ihr Angebot für Frauen und Familien kostenfrei.
Da es noch nicht viele Familienhebammen gibt, ist es empfehlenswert, sich bei Bedarf frühzeitig zu informieren. Adressen vermitteln die Schwangerschaftsberatungsstellen und Gesundheits- oder Sozialämter. Im Internet gibt es außerdem eine Liste von Familienhebammen auf der Seite: http://www.familienhebamme.de/adressliste.html
Weiterführende Informationen
- Deutscher Hebammenverband e.V.
Internetseite des Deutschen Hebammenverbandes e.V. (DHV), der sich für die Interessen aller im klinischen wie im außerklinischen Bereich tätigen Hebammen einsetzt. In der Rubrik »Elterninformation« finden sich unter anderem hilfreiche Tipps und Hinweise zum Stillen und zur Hebammenhilfe.
(Recherchedatum: 27.10.2011) - Bund freiberuflicher Hebammen Deutschland e.V.
Bei den Verbandsseiten des Bunds freiberuflicher Hebammen Deutschland e.V. liegt der Schwerpunkt auf Verbandsinformationen und Informationen für Hebammen. Die Rubrik "Wissenswertes für werdende Eltern" ist knapp, aber informativ.
(Recherchedatum: 27.10.2011)
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Häufig gestellte Fragen
Helfen Dampfsitzbäder als Vorbereitung auf die Geburt?
Wissenschaftlich ist zwar nicht erwiesen, ob Dampfsitzbäder helfen, das Dammgewebe auf die Geburt vorzubereiten. Dennoch werden sie von vielen Hebammen empfohlen, um das Gewebe geschmeidiger und weicher zu machen.Damit ist die Hoffnung verbunden, dass Dampfsitzbäder einem Dammriss vorbeugen oder helfen, einen Dammschnitt zu vermeiden.
Empfohlen werden Dampfsitzbäder mit Heublumen oder Lindenblüten ab der 38. Schwangerschaftswoche einmal in der Woche. Dazu werden die Blüten in eine Plastikschüssel oder -wanne mit kochendem Wasser gegeben. Nachdem das Wasser etwas abgekühlt ist, kann man das Gefäß zum Beispiel in die Toilettenschüssel stellen und sich darüber setzen.
Was kann ich tun, um einen Dammriss zu vermeiden?
Um einem Dammriss vorzubeugen, wird eine regelmäßige Massage des Dammgewebes empfohlen. Schwangere können vor allem in den letzten sechs Wochen vor der Geburt täglich den Dammbereich und die Schamlippen mit einem naturbelassenen Öl (zum Beispiel Weizenkeim-, Jojoba- oder Olivenöl) in kreisenden Bewegungen massieren, um das Gewebe sanft zu lockern und zu dehnen.
Zur leichten Dehnung des Scheideneingangs können ein oder mehrere Finger in die Scheide eingeführt werden, um dann das Gewebe vorsichtig Richtung After zu dehnen. Es wird empfohlen, dabei in die Hocke zu gehen oder sich mit angezogenen Beinen hinzulegen. Diese Übung kann das Gefühl für die Scheide und den Beckenboden fördern und helfen, während der Geburt besser zu entspannen.
Brauche ich eine Hebamme, um mich auf die Geburt vorzubereiten?
Wer sich keine bestimmte Hebamme zur Geburtsbegleitung wünscht, kann sich auch mit regelmäßigen Arztbesuchen auf die Geburt vorbereiten. Wichtig ist, alle Vorsorgeuntersuchungen wahrzunehmen.
Eine Hebamme hat allerdings den Vorteil, dass sie während der gesamten Schwangerschaft als Ansprechpartnerin zur Verfügung steht. Sie nimmt sich Zeit, auf alle anstehenden Fragen einzugehen und umfassend zu beraten. Dieser enge persönliche Kontakt ist für manche Frauen sehr wichtig. Das Wissen, das die Hebamme in der Geburtsvorbereitung vermittelt, kann Ängste verringern und damit auch die Geburt erleichtern. Das gilt umso mehr, wenn die Hebamme die Geburt auch persönlich begleitet. Es kann außerdem sehr beruhigend sein, zu wissen, dass die Hebamme Mutter und Kind auch in der ersten Zeit nach der Geburt unterstützt und betreut
Wie finde ich eine Hebamme?
Hebammensuche.de bietet eine Suche nach freiberuflichen Hebammen. Neben Verzeichnissen von Hebammen und Geburtshäusern finden sich dort auch allgemeine Informationen zur Hebammenhilfe. www.hebammensuche.de



