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Der Kreißsaal

Der Mittelpunkt des Kreißsaals ist ein breites, von allen Seiten zugängliches Gebärbett. Es ist bequem, verstellbar und bietet Platz für unterschiedliche Gebärpositionen. Daneben sind meist auch ein Gebärseil zum Abstützen, ein Gebärhocker, Pezzibälle und weitere Hilfsmittel vorhanden, die die Wehen erleichtern. In der Regel steht in einem Nebenraum eine Entspannungswanne für die Frauen bereit, die sich während der Wehen oder der Geburt im Wasser wohler fühlen. Zur Überwachung der kindlichen Herztöne gibt es einen Herzton-Wehenschreiber (CTG).

Meist sind alle Vorrichtungen wie zum Beispiel eine Babybadewanne und alle Instrumente zur routinemäßigen Erstversorgung des Neugeborenen in Sichtweite der Mutter angeordnet. So kann sie vom Gebärbett aus den ersten Gesundheits-Check ihres Kindes verfolgen.

Gewöhnlich wird die Geburt von einer Hebamme begleitet. Während der letzten Geburtsphase kommt in der Klinik auch eine Ärztin oder ein Arzt hinzu.

Kreißsaal einer Geburtsklinik

Kreißsaal einer Geburtsklinik

Geburtszimmer eines Geburtshauses

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Häufig gestellte Fragen

Ist die sanfte Geburt nur zu Hause möglich?

Der Begriff der „sanften Geburt“ geht auf die Ideen des französischen Frauenarztes und Geburtshelfers Frédéric Leboyer zurück. Er setzte sich in den 1970er Jahren für eine Geburtshilfe ein, die es dem Neugeborenen ermöglicht, sich langsam und möglichst ungestört an seine neue Umgebung zu gewöhnen. Denn für das Kind bedeutet es eine enorme körperliche Umstellung, den Mutterleib zu verlassen.

Zu einer sanften Geburt gehört ein warmes, abgedunkeltes Entbindungszimmer. Unmittelbar nach der Entbindung wird das Kind auf den Bauch der Mutter oder an ihre Brust gelegt, wo es ihre Wärme spüren, ihr Herz hören und sich von den Anstrengungen der Geburt erholen kann. Die Nabelschnur wird nicht sofort durchtrennt, sondern erst, wenn sie nicht mehr pulsiert. Dadurch kann sich das Neugeborene leichter an die selbstständige Atmung gewöhnen. Erst dann wird es warm gebadet und versorgt.

Der Grundgedanke der sanften Geburt hat sich mittlerweile durchgesetzt. Längst sind Kliniken keine kalten und unpersönlichen Entbindungsorte mehr. Der liebevolle Umgang mit dem Neugeborenen gilt heute als Selbstverständlichkeit. Mutter und Kind werden nur noch in Notfällen sofort nach der Geburt getrennt. Eine sanfte Geburt in diesem Sinne ist also an jedem Entbindungsort möglich.

Was macht man, wenn sich das Köpfchen nicht richtig ins Becken dreht?

Die Hebamme kann bei der Untersuchung die genaue Haltung des Köpfchens feststellen, indem sie die Schädelnähte des Kindes abtastet. Je nachdem, wie es liegt, wird sie geeignete Hilfen vorschlagen.

Manchmal verbessert sich die Einstellung des Köpfchens, wenn die Mutter ihr Becken kreisen lässt oder eine bestimmte Position einnimmt. Sie zu halten, erfordert Geduld und wird hin und wieder als sehr unangenehm empfunden. Manchmal wird auch eine Periduralanästhesie gelegt, um verspannte Muskeln aufzulockern und so die richtige Drehung zu befördern.

Wenn sich der Kopf nicht richtig ins Becken dreht, liegt eine sogenannte Einstellungsanomalie vor. Führt sie zum Geburtsstillstand, wird je nach Untersuchungsbefund entschieden, ob eine Saugglockengeburt möglich oder ein Kaiserschnitt nötig ist.

Schaden schmerzlindernde Medikamente unter der Geburt dem Kind?

Medikamente, die ins Muskelgewebe der Frau gespritzt oder per Zäpfchen verabreicht werden, wirken auf den gesamten Organismus. Sie haben eine unterschiedlich lange Wirkdauer und können über die Plazenta auch in den Körper des Kindes gelangen. Dies gilt auch für lokal betäubende Mittel, wie sie zum Beispiel bei der Periduralanästhesie eingesetzt werden. Neugeborene können diese Stoffe nur langsam abbauen.

Die Frage der Dosierung und des Zeitpunkts der Verabreichung erfordert also Fingerspitzengefühl. Je später und je weniger Medikamente eingesetzt werden, desto geringer ist ihre Wirkung auf das Kind.

Eine direkte Schädigung des Kindes durch während der Geburt verabreichte Schmerzmittel ist unwahrscheinlich. Die Medikamente können das Neugeborene aber schläfrig und benommen machen, vor allem in den ersten Stunden. Manchmal beeinträchtigt dies sein Stillverhalten.

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