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Häufig gestellte Fragen

Was kann ich gegen die Geburtsschmerzen tun?

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Geburtsschmerzen zu lindern. Dazu zählen neben schmerzstillenden Medikamenten und Verfahren aus der Alternativmedizin auch Atem- und Entspannungstechniken. Nicht zuletzt kann eine gute Unterstützung durch die Hebamme, die Ärztin oder den Arzt, den Partner oder eine andere Begleitperson helfen, die Schmerzen zu bewältigen.

Wenn starke Schmerzmittel – entkrampfende, dämpfende oder betäubende Medikamente – zum Einsatz kommen, ist eine sorgfältige Dosierung und Überwachung wichtig. Am besten informiert man sich vor der Geburt darüber, welche Möglichkeiten zur Schmerzlinderung in der gewünschten Geburtsklinik angeboten werden.

Woran erkenne ich den Unterschied zwischen Übungswehen und Geburtswehen?

In den letzten Wochen vor der Geburt treten ab und an sogenannte Vor- oder Übungswehen auf. Dabei wird der Bauch meist rund und hart, was von einem leichten, ziehenden Schmerz im Unterbauch begleitet sein kann. Häufig melden sich Übungswehen in unregelmäßigen Abständen abends für zwei bis drei Stunden und hören dann wieder auf.

Im Gegensatz dazu verschwinden Geburtswehen nicht wieder, sondern werden regelmäßiger, dauern länger und kommen in immer kürzeren Abständen. Bei diesen stärkeren Wehen strahlt der Wehenschmerz häufig vom Rücken nach vorne in den Bauch und bis in die Oberschenkel aus.

Wenn die Wehen länger als eine Stunde in Abständen von etwa zehn Minuten auftreten, wird es allmählich Zeit für die Fahrt in die Klinik, das Geburtshaus oder für den Anruf bei der Hebamme zur Hausgeburt. Nur in seltenen Fällen besteht Grund zur Hektik: Beim ersten Kind dauert die Geburt meist zwischen sechs und zwölf Stunden.

Gibt es eine Idealposition für die Geburt?

Früher mussten Gebärende in Mitteleuropa häufig in der Rückenlage entbinden. Heute wird empfohlen, sich während der Geburt zu bewegen, verschiedene Positionen auszuprobieren und je nach Geburtsphase auch zu wechseln. Es gilt: Gut ist, was Mutter und Kind gut tut und die Geburt fördert. Die jeweils angenehmste Position kann eine Frau während der Geburt nur selbst suchen.

Es kann aber auch nötig werden, eine eher unbequeme Position einzunehmen, wenn der Geburtsverlauf dies erfordert. Dies wird je nach Situation zusammen mit der Hebamme, der Ärztin oder dem Arzt entschieden.

Wie lange wird vor einem geburtshilflichen Eingriff abgewartet?

In der Eröffnungsphase wird etwa alle zwei Stunden kontrolliert, wie weit sich der Muttermund schon geöffnet hat. Hat er sich nicht weiter geöffnet, kann es sein, dass die Wehen zu schwach sind oder das Köpfchen nicht genug drückt, weil es nicht in der richtigen Position sitzt oder die Mutter zu verspannt ist.

In diesem Fall wird zunächst versucht, die Wehen wieder in Gang zu bringen, zum Beispiel durch entspannende Maßnahmen oder durch einen Wehentropf. Auch eine Periduralanästhesie kann hilfreich sein, wenn sich die Mutter durch die Abnahme der Schmerzen entspannt. Länger als vier Stunden ohne Geburtsfortschritt wird jedoch selten abgewartet, selbst wenn es Mutter und Kind gut geht.

Die Austreibungsphase sollte nicht länger als zwei Stunden dauern. Verzögert sie sich, wird häufiger untersucht und schneller eingegriffen als zu Beginn der Geburt, weil das Kind in dieser Geburtsphase stärker belastet ist.

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