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Schwangere empfinden ihre Kleidung leicht als zu warm, denn ihr Blut zirkuliert schneller als gewöhnlich. Luftige, locker sitzende Stoffe sind daher meist angenehmer als eng anliegende Textilien. Sich nach dem „Zwiebelprinzip“ zu kleiden, erleichtert schnelle Abhilfe bei Hitzewallungen.
Wichtig ist, dass der Bauch nicht eingeengt wird. Aber auch die Bündchen von Strümpfen und Socken dürfen nicht einschnüren. Spezialstrumpfhosen für Schwangere bieten dem Gewebe guten Halt und können möglicherweise Krampfadern vorbeugen. Sie sind überall erhältlich, wo es Strümpfe gibt – in allen Farben und Varianten.
Gut sitzende Büstenhalter sind in der Schwangerschaft besonders wichtig: Wenn die Brüste größer und schwerer werden, brauchen sie Unterstützung. Ein stabiler BH entlastet das Gewebe und kann vor Überdehnung schützen. Unter Umständen ist es sinnvoll und angenehm, auch nachts einen leichten BH zu tragen. Beim Kauf von Büstenhaltern ist es hilfreich, sich im Fachgeschäft oder in der Abteilung für Umstandsmoden oder Dessous beraten zu lassen. Wichtig ist, dass die Träger nicht in die Schultern einschneiden und die Brustwarzen nicht eingeengt werden.
Stabile Basis: die Schuhe
Mit wachsendem Bauchumfang wird das Gleichgewicht des Körpers instabiler. Um besseren Halt zu haben, sollte das Gewicht beim Gehen und Stehen deshalb auf dem ganzen Fuß und nicht nur auf dem Ballen liegen. Deshalb ist es wichtig, möglichst bequeme Schuhe mit flachen Absätzen, dämpfender und rutschfester Sohle zu tragen.
Im Verlauf der Schwangerschaft kann es schwierig werden, sich zu bücken, um die Schnürsenkel zu binden. Dann sind Schuhe zum Hineinschlüpfen oder mit Klettverschlüssen praktisch. Da die Füße in der Schwangerschaft häufig anschwellen, ist es außerdem sinnvoll, etwas weitere Schuhe als sonst zu wählen. Nicht wenige Frauen brauchen jetzt eine Schuhgröße mehr und behalten sie auch nach der Geburt bei.
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Häufig gestellte Fragen
Sollen Schwangere auf den Verzehr von Mohn verzichten?
Speisemohn enthält Spuren von Morphin – eine Substanz, die in der Medizin hauptsächlich zur Behandlung starker Schmerzen verwendet wird. Analysen des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) haben ergeben, dass der Morphingehalt in Speisemohn stark schwankt und einzelne Produkte einen erhöhten Morphingehalt haben können. Bei Menschen, die viel davon zu sich nehmen und/oder besonders empfindlich sind, kann das zu Benommenheit, Übelkeit, Atem- und Kreislaufproblemen führen. Deshalb warnt das BfR vor allem Schwangere vor dem übermäßigem Verzehr von Produkten wie Mohnkuchen, Mohnnudeln und anderen Speisen, die Mohnsamen enthalten. Ein Mohnbrötchen kann jedoch bedenkenlos gegessen werden. Säuglinge und Kleinkinder sollten allerdings keinerlei Mohnsamen-haltige Speisen zu sich nehmen.
Muss ich meine Katze abschaffen, wenn ich schwanger bin?
Katzen können Toxoplasmose übertragen, eine normalerweise harmlose Infektion. Eine Erstinfektion während der Schwangerschaft kann jedoch zu schweren Schäden an Augen und Gehirn des Kindes führen. Wenn bestimmte Vorsichtsmaßnahmen eingehalten werden, ist es aber nicht nötig, sich in der Schwangerschaft komplett von Katzen fernzuhalten oder das eigene Tier abzugeben.
Schwangere, die eine Katze haben, können durch eine Blutuntersuchung feststellen lassen, ob sie gegen Toxoplasmose immun sind. Wenn ja, besteht keine Gefahr der erneuten Ansteckung.
Hat eine Schwangere keine Toxoplasmose-Antikörper im Blut, kann die Tierärztin oder der Tierarzt feststellen, ob ihre Katze Überträgerin der Krankheit ist. Ist die Katze keine Überträgerin, sollte die Schwangere darauf achten, dass sich das Tier nicht infiziert – zum Beispiel, indem sie die Katze nicht aus der Wohnung lässt und sie nicht mit rohem Fleisch füttert.
Ist die Katze jedoch Überträgerin, sollte das Katzenklo weit weg von den Wohnräumen aufgestellt und feucht gehalten werden, sodass es nicht staubt. Um das Infektionsrisiko zu mindern, sollte die Schwangere das Katzenklo möglichst nicht selbst reinigen.
Ist es riskant, sich in der Schwangerschaft die Haare zu färben?
Viele Frauen färben oder tönen sich regelmäßig die Haare. Haltbare Färbungen sind außer mit Hennaprodukten nur mit chemischen Haarfärbemitteln möglich. Deren Inhaltsstoffe können Hautreizungen und Allergien auslösen. Der Zusatz nachweislich krebserregender Substanzen ist zwar seit einigen Jahren verboten, trotzdem enthalten chemische Haarfarben gesundheitlich bedenkliche Stoffe wie zum Beispiel P-Phenylendiamin (PPD) oder aromatische Amine.
Naturprodukte aus Pflanzenfarben verzichten zwar in der Regel auf PPD, können aber zum Beispiel Rückstände von Pestiziden enthalten. In manchen Herstellerländern werden auch Henna-Produkten bedenkliche Farbverstärker oder PPD beigemischt.
Bei der Vielfalt der Produkte und Inhaltsstoffe kann nicht gänzlich ausgeschlossen werden, dass gesundheitsschädliche Substanzen in geringem Maß über die Kopfhaut in den Blutkreislauf und in die Muttermilch übergehen. Deshalb rät die Deutsche Akademie für Kinderheilkunde und Jugendmedizin e.V. (DAKJ) werdenden Müttern, während der Schwangerschaft und der Stillzeit auf das Haarefärben zu verzichten.
Wer sich dazu nicht entscheiden mag, sollte auf Naturfarben ausweichen. Auch auswaschbare Haartönungen enthalten weniger aggressive Substanzen als dauerhaft färbende chemische Produkte. Bei der Produktauswahl können Verbrauchertests helfen.
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