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Das Kinderzimmer
Viele Möbel für das Kinderzimmer können gebraucht gekauft werden. Unter Umständen lassen sich vorhandene Möbel umfunktionieren: So eignet sich zum Beispiel eine stabile Kommode mit Schubladen und einer zusätzlichen Wickelauflage hervorragend als Wickelkommode. Da eine Wiege bereits nach etwa vier Monaten zu klein wird, ist es sinnvoll, sich nach einer gebrauchten Wiege umzusehen. Statt eines Babykörbchens genügt meist auch der tragbare Einsatz des Kinderwagens.
Ob gebraucht, neu oder zweckentfremdet – folgende Grundausstattung wird in der Regel benötigt:
- Gitterbettchen
- Matratze mit waschbarem Überzug
- 2 Matratzenauflagen
- Einziehdecke
- Babywolldecke
- 3 Spannlaken
- 2 Bettwäsche-Garnituren
- 2 Schlafsäcke
- einige Stoffwindeln als Kopfkissen
- Wickelkommode oder Wickeltisch, etwa hüfthoch, mit genügend Stauraum
- Wickelauflage
- Heizlampe, die über dem Wickeltisch angebracht wird
Die erste Garderobe
Da das Kind unter Umständen schneller wächst als erwartet, ist es vor allem zu Anfang nicht nötig, viele Kleidungsstücke zu kaufen. Auf ausgediente Babykleidung von befreundeten Familien zurückzugreifen, ist nicht nur preiswert: Da Babys schnell aus ihren Sachen herauswachsen, sind diese auch meist kaum abgetragen. Da sie bereits mehrfach gewaschen sind, enthalten sie weniger Schadstoffe als neu gekaufte. Babysachen können auch ruhig etwas größer sein.
Grundsätzlich sollte Babykleidung genügend Bewegungsfreiheit bieten, außerdem maschinenwaschbar und möglichst aus Baumwolle sein. Kleidungsstücke, die seitlich oder auf der Vorderseite gebunden werden, sind praktischer als solche, die man dem Baby über den Kopf ziehen muss. Strampler haben idealerweise den Verschluss im Schritt und an der Innenseite der Beine; so lassen sich die Windeln schnell und bequem wechseln. Kleidung mit Spitzeneinsätzen und Bändern bergen die Gefahr, dass sich das Baby mit den Fingern darin verhakt.
An Erstausstattung wird Folgendes benötigt:
- jeweils 2 bis 3 Bodies in den Größen 56, 62 und 68
- 6 Strampler, Größen 62 und 68
- 6 Pullis, Shirts oder Jäckchen, je nach Jahreszeit kurz- oder langärmelig, Größen 62 und 68
- 1 Wolljacke oder je nach Jahreszeit ein Schneeanzug für draußen
- 1 bis 2 Mützen aus Wolle oder Baumwolle, die die Ohren bedecken
- 1 Paar Schuhe aus Wolle
- 1 bis 2 Paar dickere Söckchen
- 3 Schlafanzüge
- 10 Spucktücher (Mullwindeln)
Die Säuglingspflege
Für die Säuglingspflege werden in den ersten Tagen nach der Geburt folgende Utensilien benötigt:
- 1 Paket Wegwerfwindeln, kleinste Größe
- alternativ zwei Dutzend Stoffwindeln, 1 Paket Windeleinlagen, 6 Plastikhöschen
- Windeleimer mit Deckel
- 2 weiche Frottee-Badetücher
- mehrere Waschlappen
- Kunststoff-Badewanne
- Badethermometer
- Wärmflasche
- Babylotion
- Wundheilsalbe
- Kindernagelschere
- digitales Fieberthermometer
Bei Flaschenmilchernährung:
- Milchpulver
- 6 große Flaschen
- 12 Sauger
- Flaschenbürste
- Flaschenwärmer
- Topf zum Auskochen der Fläschchen
Der Kinderwagen
Bevor man sich für ein Kinderwagen-Modell entscheidet, sollte man sich überlegen, für welche Gelegenheiten man den Wagen am häufigsten benötigt. Zu unterscheiden ist zwischen Erstlings- oder Kombi-Kinderwagen: Der Erstlingskinderwagen verfügt nur über eine Babyschale. Beim Kombi-Kinderwagen lässt sich die Babyschale durch einen Kindersitz austauschen. Kombi-Kinderwagen sind außerdem mit einem Schwenkgriff oder einem drehbaren Aufsatz ausgestattet, sodass die Fahrtrichtung des Kindes gewechselt werden kann. Für beide Modelle gilt:
- Der Wagen sollte gut gefedert sein. Modelle, deren Gestänge nicht verschweißt, sondern mit Lederriemen verbunden sind, federn stärker. Im Übrigen kommt es an den Schweißnähten häufig zum Bruch.
- Die Seitenwände müssen so hoch sein, dass das Kind auch im Sitzen nicht seitlich herausfallen kann.
- Ein Sicherheitsgurt ist unerlässlich, sobald das Kind sitzen kann.
- Die Griffe sollten höhenverstellbar sein; ideal zum Schieben ist Bauchnabelhöhe.
- Je kleiner die Reifen sind, umso schwieriger ist das Schieben auf unebenen Wegen. Optimal sind Luftreifen. Sie passen sich dem Wegbelag an und lassen sich mit einer Fahrradpumpe jederzeit neu aufpumpen.
- Zwischen Liegefläche und Reifen ist genügend Stauraum für schwerere Dinge wichtig. Sie gehören nicht ins Einkaufsnetz, da der Wagen sonst kippen könnte.
- Das Verdeck sollte sich möglichst geräuschlos herunterklappen lassen und einen UV-Lichtschutzfaktor (LSF oder UPF) von mindestens 50 haben. Auch ein Regenschutz ist nötig.
- Die Feststellbremse sollte leicht zu bedienen sein – am besten beim Kauf ausprobieren.
- Wer viel mit dem Auto unterwegs ist, sollte vorab testen, ob der Kinderwagen zusammengeklappt gut in den Kofferraum passt.
- Werden häufig Busse und Bahnen benutzt, darf der Kinderwagen nicht breiter als 58 Zentimeter sein.
- Ein niedriges Gesamtgewicht des Kinderwagens macht den Transport angenehmer.
- Besonders praktisch ist eine herausnehmbare Babytragetasche.
- Wer ein Tragetuch oder Tragegestell benutzen möchte, lässt sich am besten die Handhabung genau erklären und probiert das Anlegen unter Anleitung aus.
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Häufig gestellte Fragen
Können Kinder im Mutterleib schon sehen und hören?
Das Ungeborene ist im Mutterleib optimal geschützt, aber nicht vollständig abgeschirmt. So kann das ungeborene Kind auch immer mehr Sinneseindrücke empfangen, je weiter es sich entwickelt.
Schon im dritten Schwangerschaftsmonat reagiert der Fötus auf Lichteinflüsse, im fünften Monat sind seine Augen bereits voll entwickelt. Auch wenn die Lider bis etwa zur 26. Woche noch verschlossen sind, ist die Netzhaut lichtempfindlich. Ab der 26. Schwangerschaftswoche sind die Augen des Kindes in Wachzeiten geöffnet und reagieren auf Helligkeit.
In der 20. Schwangerschaftswoche ist sein Gehör schon weit entwickelt: Es kann das Rauschen des Blutes, den Herzschlag der Mutter und die Geräusche ihrer Verdauungsorgane hören. Aber auch Töne von außen dringen mehr und mehr zu ihm durch: Die Stimme der Mutter und oft gehörte Stimmen anderer Menschen kann das Kind nach der Geburt wiedererkennen. Auch für Rhythmen und Melodien ist das Ungeborene bereits empfänglich. Es reagiert auf hohe Frequenzen stärker als auf tiefe, und bei lauten Trommelgeräuschen bewegt es sich auf und ab.
Brauche ich eine Hebamme, um mich auf die Geburt vorzubereiten?
Wer sich keine bestimmte Hebamme zur Geburtsbegleitung wünscht, kann sich auch mit regelmäßigen Arztbesuchen auf die Geburt vorbereiten. Wichtig ist, alle Vorsorgeuntersuchungen wahrzunehmen.
Eine Hebamme hat allerdings den Vorteil, dass sie während der gesamten Schwangerschaft als Ansprechpartnerin zur Verfügung steht. Sie nimmt sich Zeit, auf alle anstehenden Fragen einzugehen und umfassend zu beraten. Dieser enge persönliche Kontakt ist für manche Frauen sehr wichtig. Das Wissen, das die Hebamme in der Geburtsvorbereitung vermittelt, kann Ängste verringern und damit auch die Geburt erleichtern. Das gilt umso mehr, wenn die Hebamme die Geburt auch persönlich begleitet. Es kann außerdem sehr beruhigend sein, zu wissen, dass die Hebamme Mutter und Kind auch in der ersten Zeit nach der Geburt unterstützt und betreut
Muss der Arbeitgeber einen Mann für Termine im Zusammenhang mit Schwangerschaft und Geburt freistellen?
Für Arbeitgeber besteht grundsätzlich keine Verpflichtung, Männer für die Wahrnehmung solcher Termine freizustellen. Es empfiehlt sich daher, rechtzeitig das Gespräch mit dem Arbeitgeber zu suchen, um eine gütliche Vereinbarung treffen zu können. Abgesehen davon ist es ratsam, Untersuchungstermine möglichst ans Ende der ärztlichen Sprechstunden zu legen. Dann lassen sie sich besser mit den üblichen Arbeitszeiten vereinbaren.
Auch wenn die Geburt naht, empfiehlt es sich, schon früh mit dem Arbeitgeber zu sprechen, um für die "Rufbereitschaft" in der Zeit um den errechneten Geburtstermin herum eine einvernehmliche Lösung zu finden.
Muss ich meine Katze abschaffen, wenn ich schwanger bin?
Katzen können Toxoplasmose übertragen, eine normalerweise harmlose Infektion. Eine Erstinfektion während der Schwangerschaft kann jedoch zu schweren Schäden an Augen und Gehirn des Kindes führen. Wenn bestimmte Vorsichtsmaßnahmen eingehalten werden, ist es aber nicht nötig, sich in der Schwangerschaft komplett von Katzen fernzuhalten oder das eigene Tier abzugeben.
Schwangere, die eine Katze haben, können durch eine Blutuntersuchung feststellen lassen, ob sie gegen Toxoplasmose immun sind. Wenn ja, besteht keine Gefahr der erneuten Ansteckung.
Hat eine Schwangere keine Toxoplasmose-Antikörper im Blut, kann die Tierärztin oder der Tierarzt feststellen, ob ihre Katze Überträgerin der Krankheit ist. Ist die Katze keine Überträgerin, sollte die Schwangere darauf achten, dass sich das Tier nicht infiziert – zum Beispiel, indem sie die Katze nicht aus der Wohnung lässt und sie nicht mit rohem Fleisch füttert.
Ist die Katze jedoch Überträgerin, sollte das Katzenklo weit weg von den Wohnräumen aufgestellt und feucht gehalten werden, sodass es nicht staubt. Um das Infektionsrisiko zu mindern, sollte die Schwangere das Katzenklo möglichst nicht selbst reinigen.


