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9. und 10. Schwangerschaftswoche

Embryo, 46 Tage alt (Quelle: Lennart Nielsson)

Die Organe, das Gehirn und die Gliedmaßen wachsen stürmisch. Der Embryo bewegt sich jetzt ständig und schläft nur noch wenige Stunden.


Schon in den ersten Wochen bilden sich beim Embryo Nervenzellen. Im dritten Schwangerschaftsmonat haben sie sich bereits über den ganzen Körper vernetzt und senden Signale. Das Gehirn registriert Empfindungen, über die Nerven leitet es Impulse an die Muskeln, damit sie sich zusammenziehen. Diese Muskelaktivitäten sind erste Bewegungs- und Koordinationsübungen. Zunächst arbeitet dabei der ganze Körper, noch sind kaum gezielte Bewegungen möglich. Schon bald ist der Embryo dauernd aktiv und schläft nur wenige Stunden. Die Mutter kann seine Bewegungen allerdings noch nicht spüren.

Organentwicklung

Das gesamte Organsystem ist jetzt in Grundzügen angelegt. Der Dottersack, der in den ersten Wochen für die Versorgung und den Stoffwechsel des Embryos zuständig war, wird nun nicht mehr gebraucht und bildet sich zurück. Seine Aufgaben werden von der Plazenta und den kindlichen Organen übernommen.

In dieser stürmischen Entwicklungszeit des Embryos ist auch die Gefahr einer Fehlentwicklung und damit einer Fehlgeburt besonders groß. Eine Fehlgeburt lässt sich kaum verhindern, wenn die kindlichen Anlagen eine gesunde Weiterentwicklung und Lebensfähigkeit ausschließen.

Ab der zehnten Schwangerschaftswoche, wenn die meisten Organe angelegt sind, wird der Embryo als Fötus bezeichnet.

Mehrlinge?

Jetzt lässt sich auch die Frage beantworten, ob mehr als ein Kind heranwächst. Zwillinge kann die Frauenärztin oder der Frauenarzt nun mit hoher Wahrscheinlichkeit auf dem Ultraschallbild erkennen.

Am Ende der zehnten Woche ist das Ungeborene vom Kopf bis zum Steiß (SSL) etwa 23 bis 30 Millimeter groß und wiegt zehn bis 15 Gramm.

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Häufig gestellte Fragen

Ich muss sehr oft zur Toilette gehen. Was kann ich gegen meine Blasenschwäche tun?

Mit fortschreitender Schwangerschaft drückt das Gewicht des Kindes immer mehr auf die Blase. Das führt zu häufigerem Harndrang, wobei oft nur wenig Urin ausgeschieden wird. Vor allem in den letzten Schwangerschaftswochen kann die Blase wegen des Platzmangels immer weniger Urin aufnehmen. Weil das Schwangerschaftshormon Progesteron entspannend auf die Blasenmuskulatur wirkt, kann es zudem auch leichter zu unfreiwilligem Harnabgang kommen.

Gegen Blasenschwäche im letzten Schwangerschaftsdrittel lässt sich leider nicht viel tun. Auf keinen Fall sollte man weniger trinken, da es dann leicht zu Harnweginfektionen kommen kann. Frauen, die regelmäßig und vom Beginn der Schwangerschaft an Beckenbodenübungen machen, haben oft weniger Beschwerden. Ein konsequentes Beckenbodentraining kann auch einer Blasenschwäche nach der Geburt vorbeugen.

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