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Zu Beginn des zweiten Monats beginnt die Embryonalphase. Der Keim ist jetzt etwa zwei Millimeter groß und wird als Embryo bezeichnet. Ernährt wird er durch einen kleinen Dottersack und die Plazenta. Über sie wird er mit Sauerstoff und anderen Nährstoffen aus dem mütterlichen Blut versorgt. Der Embryo zeigt nun bereits die Anlagen von Kopf und Rumpf.
Das Herz beginnt zu schlagen
Ein erstes Organ ist zu erkennen: das Herz in einem frühen Stadium. Noch besteht es nur aus einem Röhrchen. Aber schon in der sechsten Woche beginnt es zu schlagen und sorgt dafür, dass die Blutzellen durch den winzigen Organismus zirkulieren und ihm Nährstoffe und Sauerstoff zuführen. Die Versorgung durch ein eigenes Kreislaufsystem ist wichtig für die weitere Entwicklung.
Der Kopf entwickelt sich
Am schnellsten wächst der Embryo nun im oberen Bereich, sein Kopf formt sich. Ohrgrübchen bilden sich und als runde Höcker sind bereits die Augenanlagen zu sehen. Zellen formen sich zu Skelett- und Lungenansätzen. Das Neuralrohr, die Vorstufe des zentralen Nervensystems, entsteht. Aus ihm entwickeln sich später Gehirn und Rückenmark. Nervenzellen bilden sich und beginnen, Impulse an die verschiedenen Körperteile zu senden und zu empfangen.
Allmählich wird auch die Gliederung des Rückens deutlicher, und Armansätze wölben sich hervor. Gegen Ende der sechsten Schwangerschaftswoche ist der Embryo etwa fünf bis sechs Millimeter groß.
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Häufig gestellte Fragen
Ist das Kind im Mutterleib gegen Stöße von außen gut geschützt?
Die mit Flüssigkeit gefüllte Fruchtblase besteht aus mehreren Zellschichten. Zusammen sind sie so robust, dass sie selbst unter großem Druck von außen nicht reißen. Zudem schwimmt das Ungeborene im Fruchtwasser, sodass es durch Stöße und Erschütterungen zwar in Bewegung gerät, sich aber in der Regel nicht verletzen kann.
Bei kleineren Unfällen wie leichten Stößen oder Stürzen bietet die Gebärmutter genügend Schutz. Bei Schmerzen oder Blutungen jedoch sollte unbedingt die Ärztin oder der Arzt befragt werden.
Schadet es meinem ungeborenen Kind, wenn ich in der Schwangerschaft Geschlechtsverkehr habe?
Es gibt nur sehr wenige Risikofaktoren, die eine Einschränkung des Geschlechtsverkehrs während der Schwangerschaft nahe legen. Dazu gehören Anzeichen einer drohenden Fehlgeburt in der Frühschwangerschaft oder eine zu tief sitzende Plazenta. Auch bei Mehrlingsschwangerschaften in den letzten Wochen vor der Geburt oder bei Anzeichen vorzeitiger Wehen ist Vorsicht geboten. Treten nach dem Geschlechtsverkehr immer wieder Blutungen auf, sollte die Schwangere die Ärztin oder den Arzt um Rat fragen.
Abgesehen von diesen Fällen gibt es keinen Grund, warum eine Schwangere keinen Sex haben sollte. Die Außenschichten der Fruchtblase halten auch starken Druck von außen aus. Da das Ungeborene zudem im Fruchtwasser schwimmt, wird es auch bei Stößen und Erschütterungen nicht verletzt.
Eine Infektion des ungeborenen Kindes durch Geschlechtsverkehr ist für gewöhnlich ausgeschlossen: Der Schleimpfropf, der den Muttermund versiegelt, macht das Eindringen von Bakterien und Keimen in den Uterus unmöglich. Allerdings sind Geschlechtskrankheiten wie eine Chlamydien-Infektion, Herpes, Tripper oder AIDS eine Gefahr für das ungeborene Kind. Zum Schutz von Mutter und Kind sollten hier unbedingt Kondome verwendet werden.
Wie wichtig ist die Einnahme von Folsäurepräparaten?
Folsäure ist für die Ausbildung des Neuralrohrs, der Vorstufe des zentralen Nervensystems beim Embryo, besonders wichtig. Wenn sich das Neuralrohr nicht richtig entwickelt, führt dies zu Fehlbildungen des Rückenmarks oder des Gehirns beim Ungeborenen. Als häufige Ursache für Neuralrohrdefekte gilt ein Folsäuremangel in der Schwangerschaft.
Auch eine vollwertige und abwechslungsreiche Kost kann in der Schwangerschaft nicht garantieren, dass ausreichend Folsäure aufgenommen wird. Daher wird werdenden Müttern geraten, bis zum Ende des dritten Schwangerschaftsmonats zusätzlich 0,4 mg Folsäure pro Tag einzunehmen. Mit der Einnahme von Folsäuretabletten beginnt man am besten schon vor einer geplanten Schwangerschaft und spätestens mit ihrem Bekanntwerden, da sich das Neuralrohr etwa in der fünften Schwangerschaftswoche ausbildet.
Deckt eine vegetarische Ernährung den Nährstoffbedarf für Mutter und Kind?
Eine vielseitige vegetarische Ernährung, die Milch, Milchprodukte und Eier enthält, deckt in der Regel den Nährstoff- und Vitaminbedarf ebenso wie eine Ernährung mit Fleisch.
Vegetarierinnen sollten aber besonders darauf achten, dass sie ausreichend Eisen, B-Vitamine und Eiweiß zu sich nehmen. Eine Ernährungsberatung kann Tipps zu einer ausgewogenen vegetarischen Ernährung während der Schwangerschaft geben. Im Zweifel ist es sinnvoll, sich ärztlich beraten zu lassen. Falls ein Vitamin- oder Eisenmangel besteht, wird die Ärztin oder der Arzt dies feststellen und bei Bedarf ein Nahrungsergänzungsmittel verschreiben.


