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Die Ultraschallbilder zeigen ab dem fünften Monat unverkennbar, dass im Mutterleib ein kleiner Mensch heranwächst. Ohren, Nase, Mund und Augen sind am richtigen Platz, das Ungeborene hat ein deutlich kindliches Gesicht.
Seine äußeren Geschlechtsorgane sind jetzt so weit entwickelt, dass eine erfahrene Ärztin oder ein erfahrener Arzt sie gut erkennen kann.
Die Entwicklung der Sinne
Bereits seit dem dritten Monat reagiert der Fötus auf Lichteinflüsse. Bei starkem Licht, etwa wenn die Mutter sich in die Sonne legt, kann es ihm zu hell werden. Wenn seine noch transparenten Augenlider ihm nicht genügend Schutz bieten, versucht er, die Augen mit den Händen abzudecken, oder er wendet sich ab.
In der 18. bis 20. Schwangerschaftswoche ist auch das Gehör so weit entwickelt, dass das Kind erste Geräusche wahrnehmen kann. Zuerst ist das Gurgeln und Gluckern der mütterlichen Magen- und Darmgeräusche die bestimmende Geräuschkulisse. Später nimmt es auch immer mehr Laute von außerhalb des mütterlichen Körpers wahr.
Ein zarter, aber spürbarer Tritt
In diesen Wochen spüren die meisten Schwangeren die ersten Kindsbewegungen – als zarten Tritt, als leichtes Klopfen, Flattern oder Zucken. Für viele Mütter ist dies ein ganz besonderer Moment.
Der Fötus selbst macht nur sein übliches Bewegungstraining. Entwicklungsgeschichtlich ist es für neugeborene Säugetiere entscheidend, nach der Geburt möglichst schnell die Nahrungsquelle erreichen und trinken zu können. Für Menschenkinder ist dafür vor allem das Saugen und Greifen wesentlich und wird immer wieder geübt. Wenn die Hand an den Mund gelangt, saugt der Fötus reflexartig am Daumen. Manchmal umgreifen die Finger auch die Nabelschnur.
Gegen Ende des fünften Monats ist der Fötus etwa 25 Zentimeter groß und wiegt ungefähr 300 Gramm.
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Häufig gestellte Fragen
Meine Brustwarzen tun mir weh. Was kann ich dagegen tun?
Während der Schwangerschaft schüttet der Körper das Hormon Prolaktin aus, das die Milchbildung anregt. Es aktiviert die bislang untätigen Milchdrüsen und lässt das Drüsengewebe wachsen. Das hat zur Folge, dass die Brustwarzen manchmal schmerzen und sich wund anfühlen. Linderung verschaffen warme Umschläge mit einem beruhigenden Öl oder ein warmes Vollbad mit einem entsprechenden Badezusatz. Das hilft gegen Spannungsgefühle und Schmerzen in der Brust. Seife dagegen trocknet die Haut aus und reizt sie noch mehr; deshalb ist es besser, zum Waschen nur klares Wasser zu verwenden. Büstenhalter sollten möglichst aus weicher Baumwolle sein, da sie hautverträglicher ist als die meisten Synthetikstoffe.
Darf ich während der Schwangerschaft Leber essen?
Leber enthält sehr viel Vitamin A, weil es sich in diesem Organ anreichert. Weil eine Überdosierung von Vitamin A dem ungeborenen Kind schaden könnte, ist es sicherer, im ersten Drittel der Schwangerschaft auf Leber zu verzichten. Danach kann Leber verzehrt werden, allerdings nicht häufiger als einmal pro Woche.
In allen anderen Lebensmitteln kommt Vitamin A nicht in so großen Mengen vor, dass bei normaler Ernährung ein Risiko bestünde. Vitamin A ist wichtig für das Zell- und Gewebewachstum, besonders für die Lungenentwicklung. Der Bedarf an Vitamin A lässt sich durch Milchprodukte, Eigelb, Möhren und grünblättriges Gemüse leicht decken.



