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13. bis 16. Schwangerschaftswoche

Fötus, 11 Wochen alt (Quelle: Lennart Nielsson)

Das Ungeborene benötigt immer mehr Raum, um zu wachsen und sich zu bewegen. Es kann seine Bewegungen auch immer besser koordinieren. Das weiche Skelett beginnt zu verknöchern.


Die Fruchtblase besteht aus zwei Häuten. Sie enthält das Fruchtwasser, eine salzhaltige und angenehm warme Flüssigkeit, in der der Fötus gut geschützt schwimmt. Mit dem Wachstum des Kindes vermehrt sich das Fruchtwasser, und die Fruchtblase wird größer.

Zu Beginn des vierten Monats ist die Haut des Fötus weitgehend fertig entwickelt und dem Leben im Wasser gut angepasst. Sie wird von der Käseschmiere geschützt, einer Art Paste, die den ganzen Körper bedeckt und von Talgdrüsen gebildet wird. Jetzt entstehen erste Haaransätze, das sogenannte Lanugo-Haar – ein heller, weicher Haarflaum, der den ganzen Körper bedeckt.

Platz für Bewegung

Mehr und mehr erscheinen die Bewegungen des Ungeborenen zielgerichtet. Allmählich kann es die Arme und Beine beugen und strecken, seine Hände suchen nach dem Mund. Vereinzelt lassen sich Schluckbewegungen beobachten. Aber noch immer sind seine Bewegungen für die Mutter nicht spürbar.

Der Fötus ist rund um die Uhr aktiv, unterbrochen nur von kurzen Schlafphasen. Noch hat er keinen Tag-Nacht-Rhythmus. Erst im letzten Schwangerschaftsdrittel wird er mehrstündige Schlafphasen haben.

Über den Augen haben sich Augenlider gebildet. Sie sind noch geschlossen und öffnen sich erst ab der 26. Schwangerschaftswoche.

Das Skelett wird fester

Der wachsende Körper braucht nun mehr Stabilität. Die noch sehr weichen Knorpel werden allmählich härter, und es bildet sich erstes Knochengewebe. Doch noch bei der Geburt besteht das kindliche Skelett zum größten Teil aus Knorpeln. Erst gegen Ende der Pubertät, mit dem Abschluss des Wachstums, wird es vollständig verknöchert sein. Die Fingernägel werden sichtbar.

Auch Gebärmutter, Fruchtblase und Plazenta sind weiter gewachsen. Die Gebärmutter hat nun etwa den Umfang eines Handballs erreicht. Bei den meisten Schwangeren ist jetzt ein kleiner Bauch zu sehen.

Bei der Ultraschalluntersuchung wird die Größe des Fötus nun vom Kopf bis zu den Füßen gemessen. Am Ende des vierten Monats wird er 16 bis 18 Zentimeter groß sein und etwa 100 Gramm wiegen.

Publikationen zum Thema

Anette Engelmeyer und Dr. Wolfgang Straff, Umweltbundesamt
Umweltbundesamt, Bundesamt für Strahlenschutz, Bundesinstitut für Risikobewertung, Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, RobertKoch-Institut
Berlin 2008 | Preis: kostenlos
Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA)
Köln 2006 | Preis: kostenlos
Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA)
Köln 2006 | Preis: kostenlos

Häufig gestellte Fragen

Deckt eine vegetarische Ernährung den Nährstoffbedarf für Mutter und Kind?

Eine vielseitige vegetarische Ernährung, die Milch, Milchprodukte und Eier enthält, deckt in der Regel den Nährstoff- und Vitaminbedarf ebenso wie eine Ernährung mit Fleisch.

Vegetarierinnen sollten aber darauf achten, dass sie trotz der vegetarischen Ernährung ausreichend Eisen, B-Vitamine und Eiweiß zu sich nehmen. Falls das nicht sichergestellt ist, empfiehlt es sich, zusätzliche Vitamine und gegebenenfalls Eisenpräparate einzunehmen.

Vegetarierinnen sollten sich im Zweifel mit ihrer Ärztin, ihrem Arzt oder einer Ernährungsberaterin oder einem Ernährungsberater besprechen, und sich Tipps einholen, wie eine optimale Ernähung während der Schwangerschaft sichergestellt werden kann.

Ich gehe gern aus, aber meistens wird in den Cafés und Lokalen viel geraucht. Schadet das Passivrauchen meinem Kind?

Dass Zigarettenrauch dem Ungeborenen schwere Schäden zufügen kann, ist bekannt. Dies gilt auch für passives Rauchen. Denn auch Schadstoffe, die über die Atemluft aufgenommen werden, gelangen in den kindlichen Blutkreislauf. Bestimmte krebserregende Stoffe, die im Zigarettenrauch enthalten sind, treten in der Raumluft eines verqualmten Zimmers sogar in vielfach höherer Konzentration auf als in dem Rauch, der direkt inhaliert wird.

Die Schwangere sollte daher Räume, in denen viel geraucht wird, möglichst meiden. Oder den Aufenthalt darin auf ein Minimum reduzieren. Dies bedeutet aber nicht, dass die Schwangere ganz auf einen Besuch im Café oder in der Kneipe verzichten muss: Es gibt Lokale mit gut funktionierender Lüftung, oder es findet sich ein Platz in Fensternähe, der luftig genug ist. Darüber hinaus braucht sich die Schwangere nicht zu scheuen, zumindest ihre Tischnachbarn zur Rücksichtnahme aufzufordern.

Schadet es meinem ungeborenen Kind, wenn ich in der Schwangerschaft Geschlechtsverkehr habe?

Es gibt nur sehr wenige Risikofaktoren, die eine Einschränkung des Geschlechtsverkehrs während der Schwangerschaft nahe legen. Dazu gehören Anzeichen einer drohenden Fehlgeburt in der Frühschwangerschaft oder eine zu tief sitzende Plazenta. Auch bei Mehrlingsschwangerschaften in den letzten Wochen vor der Geburt oder bei Anzeichen vorzeitiger Wehen ist Vorsicht geboten. Treten nach dem Geschlechtsverkehr immer wieder Blutungen auf, sollte die Schwangere die Ärztin oder den Arzt um Rat fragen.

Abgesehen von diesen Fällen gibt es keinen Grund, warum eine Schwangere keinen Sex haben sollte. Die Außenschichten der Fruchtblase halten auch starken Druck von außen aus. Da das Ungeborene zudem im Fruchtwasser schwimmt, wird es auch bei Stößen und Erschütterungen nicht verletzt.

Eine Infektion des ungeborenen Kindes durch Geschlechtsverkehr ist für gewöhnlich ausgeschlossen: Der Schleimpfropf, der den Muttermund versiegelt, macht das Eindringen von Bakterien und Keimen in den Uterus unmöglich. Allerdings sind Geschlechtskrankheiten wie eine Chlamydieninfektion, Herpes, Tripper oder Aids eine Gefahr für das ungeborene Kind. Zum Schutz von Mutter und Kind sollten hier unbedingt Kondome verwendet werden.

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