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Regelmäßige Auszeiten - die beste Schwangerschaftsvorsorge

Die Schwangerschaft ist keine Krankheit – aber eine anstrengende Herausforderung für Körper und Seele. Werdende Mütter brauchen deshalb regelmäßige kleine Auszeiten. Sich Erholung zu gönnen, ist kein Luxus, sondern eine wichtige Schwangerschaftsvorsorge.


Im Alltag sind Schwangere oft einer Vielfach-Belastung ausgesetzt: Beruf, Haushalt, Partnerschaft und vielleicht noch ältere Geschwisterkinder verlangen viel Energie. Alle Anforderungen unter einen Hut zu bekommen, ist oft ein kraftraubendes Kunststück. Überschaubarer Stress kann zwar belebend wirken, ein Zuviel an körperlicher und seelischer Beanspruchung bedeutet jedoch ein Risiko für die Schwangerschaft und die Entwicklung des ungeborenen Kindes. Häufig reagieren Schwangere auf zu großen Stress mit vorzeitigen Wehen, die die Gefahr einer Frühgeburt erhöhen.

Manche Schwangere fühlen sich trotz zeitweiliger Müdigkeit energiegeladen und neigen deshalb dazu, sich zu verausgaben. Andere haben ein schlechtes Gewissen, sich auf das ungewohnt langsame Tempo einzulassen, das ihnen ihr wachsender Bauch und ihre Kurzatmigkeit vorgeben. Dabei sind kleine Auszeiten kein Luxus, sondern notwendig für einen guten Schwangerschaftsverlauf. Sich dies klarzumachen, kann helfen, Ruhe und Entspannung als wichtigen Teil der persönlichen Schwangerschaftsvorsorge zu sehen.

Die Entdeckung der Langsamkeit

In der Schwangerschaft bewusst auf eine ruhigere Gangart umzuschalten, kann zum Beispiel heißen:

  • die Ansprüche an sich selbst herunterzuschrauben,
  • die persönliche To-do-Liste zusammenzustreichen,
  • Pausen im Tagesablauf einzuplanen,
  • den Partner, Angehörige und Freunde öfter mal um Hilfe zu bitten,
  • sich mit gutem Gewissen zu entspannen oder verwöhnen zu lassen und die Schwangerschaft zu genießen,
  • bewusst noch einmal Luft zu holen und Kraft zu schöpfen, bevor der 24-Stunden-Tag nach der Geburt beginnt.

 

Dazu kann ein Verwöhnprogramm je nach eigenen Vorlieben gehören, zum Beispiel:

  • regelmäßige Entspannung und moderater Sport, zum Beispiel Schwimmen, Rad fahren, Yoga oder sanfte Massagen,
  • ein Mittagsschläfchen,
  • die ausgiebige, genussvolle Pflege von Körper, Haut und Haaren,
  • ab und zu ein Erholungstag ganz ohne Verpflichtungen.

 

Alles, was einer Schwangeren gut tut, fördert auch das Wohlbefinden ihres Babys und trägt zu einem guten Schwangerschaftsverlauf bei.

Publikationen zum Thema

Barbara Ehret, Mirjam Roepke-Buncsak
München 2008 | Preis: 21,95 €
Laue, Birgit
2008 | Preis: 19,90 €

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Häufig gestellte Fragen

Deckt eine vegetarische Ernährung den Nährstoffbedarf für Mutter und Kind?

Eine vielseitige vegetarische Ernährung, die Milch, Milchprodukte und Eier enthält, deckt in der Regel den Nährstoff- und Vitaminbedarf ebenso wie eine Ernährung mit Fleisch.

Vegetarierinnen sollten aber besonders darauf achten, dass sie ausreichend Eisen, B-Vitamine und Eiweiß zu sich nehmen. Eine Ernährungsberatung kann Tipps zu einer ausgewogenen vegetarischen Ernährung während der Schwangerschaft geben. Im Zweifel ist es sinnvoll, sich ärztlich beraten zu lassen. Falls ein Vitamin- oder Eisenmangel besteht, wird die Ärztin oder der Arzt dies feststellen und bei Bedarf ein Nahrungsergänzungsmittel verschreiben.

Wie kann ich das Risiko senken, an einer Listeriose zu erkranken?

Listeriose-Bakterien finden sich unter anderem in Rohmilchprodukten, in rohem Fleisch, auf ungewaschenem Gemüse sowie in der Rinde von Weich- und Schimmelkäse.

Schwangere Frauen können einer Listeriose-Infektion vorbeugen, wenn sie auf den Genuss von Rohmilch, Rohmilchprodukten und rohem Fleisch verzichten, Käserinde großzügig abschneiden, Fleisch gut durchgaren und Obst und Gemüse vor dem Verzehr gründlich waschen.

Darf ich während der Schwangerschaft Leber essen?

Leber enthält sehr viel Vitamin A, weil es sich in diesem Organ anreichert. Weil eine Überdosierung von Vitamin A dem ungeborenen Kind schaden könnte, ist es sicherer, im ersten Drittel der Schwangerschaft auf Leber zu verzichten. Danach kann Leber verzehrt werden, allerdings nicht häufiger als einmal pro Woche.

In allen anderen Lebensmitteln kommt Vitamin A nicht in so großen Mengen vor, dass bei normaler Ernährung ein Risiko bestünde. Vitamin A ist wichtig für das Zell- und Gewebewachstum, besonders für die Lungenentwicklung. Der Bedarf an Vitamin A lässt sich durch Milchprodukte, Eigelb, Möhren und grünblättriges Gemüse leicht decken.

Sollen Schwangere auf den Verzehr von Mohn verzichten?

Speisemohn enthält Spuren von Morphin – eine Substanz, die in der Medizin hauptsächlich zur Behandlung starker Schmerzen verwendet wird. Analysen des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) haben ergeben, dass der Morphingehalt in Speisemohn stark schwankt und einzelne Produkte einen erhöhten Morphingehalt haben können. Bei Menschen, die viel davon zu sich nehmen und/oder besonders empfindlich sind, kann das zu Benommenheit, Übelkeit, Atem- und Kreislaufproblemen führen. Deshalb warnt das BfR vor allem Schwangere vor dem übermäßigem Verzehr von Produkten wie Mohnkuchen, Mohnnudeln und anderen Speisen, die Mohnsamen enthalten. Ein Mohnbrötchen kann jedoch bedenkenlos gegessen werden. Säuglinge und Kleinkinder sollten allerdings keinerlei Mohnsamen-haltige Speisen zu sich nehmen.

Muss ich meine Katze abschaffen, wenn ich schwanger bin?

Katzen können Toxoplasmose übertragen, eine normalerweise harmlose Infektion. Eine Erstinfektion während der Schwangerschaft kann jedoch zu schweren Schäden an Augen und Gehirn des Kindes führen. Wenn bestimmte Vorsichtsmaßnahmen eingehalten werden, ist es aber nicht nötig, sich in der Schwangerschaft komplett von Katzen fernzuhalten oder das eigene Tier abzugeben.

Schwangere, die eine Katze haben, können durch eine Blutuntersuchung feststellen lassen, ob sie gegen Toxoplasmose immun sind. Wenn ja, besteht keine Gefahr der erneuten Ansteckung.

Hat eine Schwangere keine Toxoplasmose-Antikörper im Blut, kann die Tierärztin oder der Tierarzt feststellen, ob ihre Katze Überträgerin der Krankheit ist. Ist die Katze keine Überträgerin, sollte die Schwangere darauf achten, dass sich das Tier nicht infiziert – zum Beispiel, indem sie die Katze nicht aus der Wohnung lässt und sie nicht mit rohem Fleisch füttert.

Ist die Katze jedoch Überträgerin, sollte das Katzenklo weit weg von den Wohnräumen aufgestellt und feucht gehalten werden, sodass es nicht staubt. Um das Infektionsrisiko zu mindern, sollte die Schwangere das Katzenklo möglichst nicht selbst reinigen.

Ist es riskant, sich in der Schwangerschaft die Haare zu färben?

Viele Frauen färben oder tönen sich regelmäßig die Haare. Haltbare Färbungen sind außer mit Hennaprodukten nur mit chemischen Haarfärbemitteln möglich. Deren Inhaltsstoffe können Hautreizungen und Allergien auslösen. Der Zusatz nachweislich krebserregender Substanzen ist zwar seit einigen Jahren verboten, trotzdem enthalten chemische Haarfarben gesundheitlich bedenkliche Stoffe wie zum Beispiel P-Phenylendiamin (PPD) oder aromatische Amine.

Naturprodukte aus Pflanzenfarben verzichten zwar in der Regel auf PPD, können aber zum Beispiel Rückstände von Pestiziden enthalten. In manchen Herstellerländern werden auch Henna-Produkten bedenkliche Farbverstärker oder PPD beigemischt.

Bei der Vielfalt der Produkte und Inhaltsstoffe kann nicht gänzlich ausgeschlossen werden, dass gesundheitsschädliche Substanzen in geringem Maß über die Kopfhaut in den Blutkreislauf und in die Muttermilch übergehen. Deshalb rät die Deutsche Akademie für Kinderheilkunde und Jugendmedizin e.V. (DAKJ) werdenden Müttern, während der Schwangerschaft und der Stillzeit auf das Haarefärben zu verzichten.

Wer sich dazu nicht entscheiden mag, sollte auf Naturfarben ausweichen. Auch auswaschbare Haartönungen enthalten weniger aggressive Substanzen als dauerhaft färbende chemische Produkte. Bei der Produktauswahl können Verbrauchertests helfen.

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Reisen ohne Risiko

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