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Nikotin, Alkohol, Drogen und auch manche Medikamente werden im Alltag oft wegen ihrer kurzfristig anregenden oder beruhigenden Wirkung genommen. In der Schwangerschaft kann auch ein gelegentlicher Konsum dieser und anderer Stoffe das Ungeborene schädigen. So gelangen zum Beispiel Alkohol und Nikotin durch den gemeinsamen Blutkreislauf von Mutter und Kind direkt zum ungeborenen Kind. Das kann seine Entwicklung stören, es krank machen oder gar eine Fehlgeburt auslösen.
Viele werdende Mütter müssen daher in den neun Monaten der Schwangerschaft ihren Umgang mit Genussgiften ändern. Liebgewordene Gewohnheiten wie das Glas Wein zum Essen aufzugeben, fällt nicht immer leicht. Den meisten Schwangeren hilft es jedoch, sich klar zu machen, welche negativen Folgen ihr kurzfristiger Genuss für das Leben des Kindes haben kann.
Weiterführende Informationen
- Rauchfrei in der Schwangerschaft - Ich bekomme ein Baby
Die Broschüre der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung hilft werdenden Eltern dabei, ihr individuelles Programm zur Raucherentwöhnung zu entwickeln. Die Broschüre kann als PDF-Dokument heruntergeladen oder bestellt werden.
(Recherchedatum: 04.11.2011) - Beratung zu Medikamenten in Schwangerschaft und Stillzeit
Das Institut Reprotox in Ravensburg bietet Beratung zur Auswirkung von Medikamenten und Umweltgiften auf die Entwicklung von Kindern während der Schwangerschaft und in der Stillzeit. Das Beratungsangebot richtet sich vor allem an Fachleute aus Medizin und Pharmaindustrie, aber auch an Schwangere und Eltern.
(Recherchedatum: 27.10.2011) - "Du bist schwanger ... und nimmst Drogen?" (PDF)
Die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) informiert in ihrer 32seitigen Broschüre zum Thema Schwangerschaft und Drogenkonsum. Neben der Wirkung von Drogen auf das ungeborene Kind, erläutert die Broschüre, was die Mutter für ein möglichst gesundes Kind tun kann. Zudem wird auf die Situation vor und nach der Geburt des Kindes eingegangen.
(Recherchedatum: 05.04.2012) - Fragen und Antworten zum Thema Schwangerschaft und Drogen
drugcom.de ist ein Projekt der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA). Das Internetportal informiert über legale und illegale Drogen. Auf dieser Seite werden häufig gestellte Fragen zum Thema Schwangerschaft und Drogen beantwortet.
(Recherchedatum: 27.10.2011) - Embryotox
Das öffentlich geförderte, unabhängige Embryotoxikologische Institut Berlin (Embryotox) bietet mit seiner Datenbank Informationen zur Verträglichkeit von Medikamenten, die zur Behandlung von Krankheiten in Schwangerschaft und Stillzeit häufig verschrieben werden. Neben der Möglichkeit, direkt Informationen zu Wirkstoffen und Produkten einzuholen, können über Fragebögen auch individuelle Anfragen gestellt werden.
(Recherchedatum: 27.10.2011)
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Häufig gestellte Fragen
Schadet Passivrauchen meinem Kind?
Dass Zigarettenrauch dem Ungeborenen schwere Schäden zufügen kann, ist bekannt. Auch Passivrauchen ist schädlich, da Schadstoffe, die über die Atemluft aufgenommen werden, in den kindlichen Blutkreislauf gelangen. Bestimmte krebserregende Stoffe, die im Zigarettenrauch enthalten sind, können sich in verqualmten Räumen konzentrieren und werden auch von Nichtrauchern eingeatmet.
Schwangere sollten daher Räume, in denen geraucht wird, möglichst meiden. Wichtig ist außerdem, dass Raucherinnen und Raucher in Gegenwart Schwangerer auf ihre Zigarette verzichten. Dies gilt vor allem für werdende Väter. Ihnen kommt eine besondere Verantwortung zu, ihrem Kind zuliebe mit dem Rauchen aufzuhören oder es zumindest deutlich einzuschränken.
Bevor ich wusste, dass ich schwanger bin, habe ich auf einem Fest Alkohol getrunken. Kann das dem Kind schaden?
In den ersten Wochen wächst der Embryo besonders schnell und reagiert auf Schadstoffe sehr empfindlich. Viele Substanzen, die eine Schwangere zu sich nimmt, kommen über die Plazenta innerhalb einer Stunde bei ihm an. Das gilt auch für Alkohol, Nikotin, Koffein oder Medikamentenwirkstoffe. In den ersten zwei Wochen nach der Befruchtung gilt das sogenannte „Alles-oder-nichts-Prinzip“: Der Embryo entwickelt sich normal – oder gar nicht. Werden seine Zellen zum Beispiel durch Alkohol stark geschädigt, kommt es zu einer (meist unbemerkten) Fehlgeburt. Bleiben sie intakt oder können durch andere Zellen ersetzt werden, bleibt die Schwangerschaft bestehen.
Grundsätzlich soll während der Schwangerschaft ganz auf Alkohol verzichtet werden, da auch kleine Mengen dem Embryo schaden können. Wenn eine werdende Mutter Alkohol trinkt, haben sie und ihr Kind stets den gleichen Alkoholspiegel – der kindliche Organismus kann den Alkohol aber nicht so leicht wieder abbauen. Starker Alkoholkonsum kann zu schweren Fehlbildungen des Kindes führen.


