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Alkohol, Drogen und Medikamente

Alle schädlichen Substanzen, die eine werdende Mutter zu sich nimmt, gibt sie an ihr ungeborenes Kind weiter. Neben Tabakrauch sind Alkohol, Drogen und manche Medikamenten-Wirkstoffe während der Schwangerschaft besonders riskant.


Nikotin, Alkohol, Drogen und auch manche Medikamente werden im Alltag oft wegen ihrer kurzfristig anregenden oder beruhigenden Wirkung genommen. In der Schwangerschaft kann auch ein gelegentlicher Konsum dieser und anderer Stoffe das Ungeborene schädigen. So gelangen zum Beispiel Alkohol und Nikotin durch den gemeinsamen Blutkreislauf von Mutter und Kind direkt zum ungeborenen Kind. Das kann seine Entwicklung stören, es krank machen oder gar eine Fehlgeburt auslösen.

Viele werdende Mütter müssen daher in den neun Monaten der Schwangerschaft ihren Umgang mit Genussgiften ändern. Liebgewordene Gewohnheiten wie das Glas Wein zum Essen aufzugeben, fällt nicht immer leicht. Den meisten Schwangeren hilft es jedoch, sich klar zu machen, welche negativen Folgen ihr kurzfristiger Genuss für das Leben des Kindes haben kann.

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Häufig gestellte Fragen

Schadet Passivrauchen meinem Kind?

Dass Zigarettenrauch dem Ungeborenen schwere Schäden zufügen kann, ist bekannt. Auch Passivrauchen ist schädlich, da Schadstoffe, die über die Atemluft aufgenommen werden, in den kindlichen Blutkreislauf gelangen. Bestimmte krebserregende Stoffe, die im Zigarettenrauch enthalten sind, können sich in verqualmten Räumen konzentrieren und werden auch von Nichtrauchern eingeatmet.

Schwangere sollten daher Räume, in denen geraucht wird, möglichst meiden. Wichtig ist außerdem, dass Raucherinnen und Raucher in Gegenwart Schwangerer auf ihre Zigarette verzichten. Dies gilt vor allem für werdende Väter. Ihnen kommt eine besondere Verantwortung zu, ihrem Kind zuliebe mit dem Rauchen aufzuhören oder es zumindest deutlich einzuschränken.

Bevor ich wusste, dass ich schwanger bin, habe ich auf einem Fest Alkohol getrunken. Kann das dem Kind schaden?

In den ersten Wochen wächst der Embryo besonders schnell und reagiert auf Schadstoffe sehr empfindlich. Viele Substanzen, die eine Schwangere zu sich nimmt, kommen über die Plazenta innerhalb einer Stunde bei ihm an. Das gilt auch für Alkohol, Nikotin, Koffein oder Medikamentenwirkstoffe. In den ersten zwei Wochen nach der Befruchtung gilt das sogenannte „Alles-oder-nichts-Prinzip“: Der Embryo entwickelt sich normal – oder gar nicht. Werden seine Zellen zum Beispiel durch Alkohol stark geschädigt, kommt es zu einer (meist unbemerkten) Fehlgeburt. Bleiben sie intakt oder können durch andere Zellen ersetzt werden, bleibt die Schwangerschaft bestehen.

Grundsätzlich soll während der Schwangerschaft ganz auf Alkohol verzichtet werden, da auch kleine Mengen dem Embryo schaden können. Wenn eine werdende Mutter Alkohol trinkt, haben sie und ihr Kind stets den gleichen Alkoholspiegel – der kindliche Organismus kann den Alkohol aber nicht so leicht wieder abbauen. Starker Alkoholkonsum kann zu schweren Fehlbildungen des Kindes führen.



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