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Letzte Vorbereitungen für die Geburt

Unnötige Hektik kurz vor der Geburt lässt sich vermeiden, wenn man rechtzeitig alles durchgeht, was noch organisiert oder bereitgelegt werden muss. Checklisten können dabei helfen.


Die letzten Wochen vor der Geburt sind eine gute Zeit, um sich in Ruhe auf das große Ereignis vorzubereiten. Außerdem gilt es, wichtige Fragen im Vorfeld zu klären und noch offene Punkte zu erledigen:

  • Ist der Geburtsort ausgewählt, ist die Schwangere bereits dort angemeldet?
  • Falls das Kind zu Hause zur Welt kommen soll: Ist alles Nötige für die Hausgeburt vorbereitet? 
  • Wer soll bei der Geburt mit dabei sein?
  • Steht der Klinikkoffer bereit? 
  • Ist eine Nachsorge-Hebamme für Hausbesuche nach der Geburt benachrichtigt?
  • Ist die Erstausstattung für das Baby vollständig? 
  • Wer kümmert sich während der Geburt (und auch danach) um die Geschwisterkinder?
  • Ist das Mutterschaftsgeld beantragt?
  • Besteht Anspruch auf eine Haushaltshilfe – wenn ja, ist der Antrag gestellt?

Startklar für die Geburt

Wenn die Geburtswehen einsetzen, muss manchmal rasch gehandelt werden. Es ist daher sinnvoll, die wichtigsten Telefonnummern für den Ernstfall auf dem Handy abzuspeichern, stets griffbereit oder in Sichtweite (zum Beispiel als Merkzettel auf dem Flurspiegel) zu haben: 

  • Frauenärztin oder Frauenarzt 
  • Hebamme
  • Klinik oder Geburtshaus
  • Taxizentrale
  • Begleitperson  

Vorkehrungen für die Zeit nach der Geburt

Idealerweise ist das Wochenbett für die Mutter eine Zeit der Ruhe, der körperlichen Erholung und der intensiven Beschäftigung mit dem Neugeborenen. Um den dafür nötigen Raum zu haben, können einige Dinge schon vor der Geburt geregelt werden.

Vor allem in den ersten Tagen nach der Entbindung muss sich jemand um den Haushalt und vielleicht um die Betreuung der Geschwisterkinder kümmern. Am besten nimmt sich der Partner für mindestens einige Tage Urlaub. Diese erste Zeit mit dem Neugeborenen ist auch für ihn wichtig, um eine Beziehung zu seinem Kind aufzubauen und die Pflege des Säuglings zu erlernen. Wenn ein Urlaub nicht möglich ist und auch kein Anspruch auf eine Haushaltshilfe besteht, finden sich möglicherweise Freunde oder Angehörige, die die anstehenden Aufgaben übernehmen können.

Für die ersten Tage nach der Geburt ist es sinnvoll, ausreichende Vorräte an Lebensmitteln und Getränken im Haus zu haben. Auch sollten genügend Binden für den Wochenfluss und Stilleinlagen sowie Windeln und Pflegeutensilien für das Neugeborene vorrätig sein.

Formalitäten und Elternzeit

Nach der Geburt stehen einige Formalitäten an. Dazu gehören die Anmeldung des Kindes beim Standesamt (falls dies nicht von der Geburtsklinik erledigt wird), der Eintrag in der Steuerkarte und die Beantragung von Elterngeld und Kindergeld. Diese Dinge können auch vom Vater des Kindes oder einer anderen Vertrauensperson erledigt werden. Schon vor der Geburt lässt sich klären, ob dazu eine Vollmacht nötig ist und welche Urkunden für die Anmeldung des Kindes benötigt werden.

Wichtig ist, rechtzeitig mit dem Arbeitgeber über die geplante Elternzeit zu sprechen. Väter, die die Elternzeit gleich nach der Geburt beanspruchen möchten, müssen dies sieben Wochen vor der Geburt ihrem Arbeitgeber mitteilen. Mütter müssen, wenn sie die Elternzeit oder eine Teilzeitarbeit direkt an die Mutterschutzfrist anschließen möchten, der Arbeitgeberin oder den Arbeitgeber sieben Wochen vor Ablauf der Schutzfrist informieren. Auf jeden Fall ist es also sinnvoll, die Frage der Elternzeit rechtzeitig vor der Geburt abschließend zu klären.

Publikationen zum Thema

Anette Engelmeyer und Dr. Wolfgang Straff, Umweltbundesamt
Berlin 2008 | Preis: kostenlos
Köln 2011 | Preis: kostenlos
Köln 2010 | Preis: kostenlos
Laue, Birgit
2008 | Preis: 19,90 €

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Häufig gestellte Fragen

Ich muss sehr oft zur Toilette gehen. Was kann ich gegen meine Blasenschwäche tun?

Mit fortschreitender Schwangerschaft drückt das Gewicht des Kindes immer mehr auf die Blase. Das führt zu häufigerem Harndrang, wobei oft nur wenig Urin ausgeschieden wird. Vor allem in den letzten Schwangerschaftswochen kann die Blase wegen des Platzmangels immer weniger Urin aufnehmen. Weil das Schwangerschaftshormon Progesteron entspannend auf die Blasenmuskulatur wirkt, kann es zudem auch leichter zu unfreiwilligem Harnabgang kommen.

Gegen Blasenschwäche im letzten Schwangerschaftsdrittel lässt sich leider nicht viel tun. Auf keinen Fall sollte man weniger trinken, da es dann leicht zu Harnweginfektionen kommen kann. Frauen, die regelmäßig und vom Beginn der Schwangerschaft an Beckenbodenübungen machen, haben oft weniger Beschwerden. Ein konsequentes Beckenbodentraining kann auch einer Blasenschwäche nach der Geburt vorbeugen.

Helfen Dampfsitzbäder als Vorbereitung auf die Geburt?

Wissenschaftlich ist zwar nicht erwiesen, ob Dampfsitzbäder helfen, das Dammgewebe auf die Geburt vorzubereiten. Dennoch werden sie  von vielen Hebammen empfohlen, um das Gewebe geschmeidiger und weicher zu machen.Damit ist die Hoffnung verbunden, dass Dampfsitzbäder einem Dammriss vorbeugen oder helfen, einen Dammschnitt zu vermeiden.

Empfohlen werden Dampfsitzbäder mit Heublumen oder Lindenblüten ab der 38. Schwangerschaftswoche einmal in der Woche. Dazu werden die Blüten in eine Plastikschüssel oder -wanne mit kochendem Wasser gegeben. Nachdem das Wasser etwas abgekühlt ist, kann man das Gefäß zum Beispiel in die Toilettenschüssel stellen und sich darüber setzen.

Die Qual der Wahl: Einen Namen finden

Einen Vornamen für das Kind zu finden, ist nicht immer einfach. Er will gut überlegt sein, schließlich trägt das Kind diesen Namen sein Leben lang. mehr...


Checkliste: Hausgeburt

Wenn eine Hausgeburt geplant ist, ist es wichtig, sie zusammen mit der Hebamme sorgfältig vorzubereiten und zu Hause optimale Bedingungen zu schaffen. mehr...


Checkliste: Klinikkoffer

Manchmal kommt das Kind früher als erwartet. Dann ist es gut, wenn alles Notwendige für die Geburt in der Klinik oder im Geburtshaus bereits gepackt und griffbereit ist. mehr...


 
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