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Rundum ärztlich versorgt

Die ärztliche Schwangerenbegleitung beschränkt sich nicht nur auf die Vorsorgeuntersuchungen. Wichtig sind ein Vertrauensverhältnis und genügend Zeit für Gespräche und Beratung.


Schwangere haben einen gesetzlichen Anspruch auf zehn Vorsorgeuntersuchungen durch eine Ärztin oder einen Arzt (oder eine Hebamme). Die überwiegende Mehrheit der Schwangeren macht hiervon auch Gebrauch. Viele Frauen lassen sich von ihrer bereits vertrauten Frauenärztin oder ihrem Frauenarzt während der Schwangerschaft begleiten. Wichtig ist, dass sich die werdende Mutter in der ärztlichen Praxis ihrer Wahl gut aufgehoben fühlt. Falls nicht, ist jederzeit ein Wechsel möglich. Empfehlungen von anderen Frauen können bei der Auswahl hilfreich sein.

Die Chemie muss stimmen

Zur Schwangerenbegleitung gehört nicht nur medizinische Erfahrung, sondern auch persönliche Kompetenz. Neben den Vorsorgeuntersuchungen sollte sich die Ärztin oder der Arzt genügend Zeit für ausführliche Gespräche und Beratung über Schwangerschaft und Geburt nehmen und ein offenes Ohr für die persönlichen Vorstellungen, Sorgen und Probleme der Schwangeren beziehungsweise der werdenden Eltern haben. Die „Chemie“  muss stimmen, damit sich ein vertrauensvolles Verhältnis entwickeln kann.

Außerdem ist es möglich, eine Hebamme zur Schwangerschaftsbegleitung heranzuziehen. Wenn keine Risikoschwangerschaft vorliegt und die Schwangere gesund ist, können Hebammen fast alle im Mutterpass vorgesehenen Vorsorgeuntersuchungen durchführen. Ausgenommen sind Ultraschalluntersuchungen, die Ärztinnen oder Ärzten vorbehalten sind.

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Häufig gestellte Fragen

Helfen Dampfsitzbäder als Vorbereitung auf die Geburt?

Wissenschaftlich ist zwar nicht erwiesen, ob Dampfsitzbäder helfen, das Dammgewebe auf die Geburt vorzubereiten. Dennoch werden sie  von vielen Hebammen empfohlen, um das Gewebe geschmeidiger und weicher zu machen.Damit ist die Hoffnung verbunden, dass Dampfsitzbäder einem Dammriss vorbeugen oder helfen, einen Dammschnitt zu vermeiden.

Empfohlen werden Dampfsitzbäder mit Heublumen oder Lindenblüten ab der 38. Schwangerschaftswoche einmal in der Woche. Dazu werden die Blüten in eine Plastikschüssel oder -wanne mit kochendem Wasser gegeben. Nachdem das Wasser etwas abgekühlt ist, kann man das Gefäß zum Beispiel in die Toilettenschüssel stellen und sich darüber setzen.

Was kann ich tun, um einen Dammriss zu vermeiden?

Um einem Dammriss vorzubeugen, wird eine regelmäßige Massage des Dammgewebes empfohlen. Schwangere können vor allem in den letzten sechs Wochen vor der Geburt täglich den Dammbereich und die Schamlippen mit einem naturbelassenen Öl (zum Beispiel Weizenkeim-, Jojoba- oder Olivenöl) in kreisenden Bewegungen massieren, um das Gewebe sanft zu lockern und zu dehnen.

Zur leichten Dehnung des Scheideneingangs können ein oder mehrere Finger in die Scheide eingeführt werden, um dann das Gewebe vorsichtig Richtung After zu dehnen. Es wird empfohlen, dabei in die Hocke zu gehen oder sich mit angezogenen Beinen hinzulegen. Diese Übung kann das Gefühl für die Scheide und den Beckenboden fördern und helfen, während der Geburt besser zu entspannen.

Brauche ich eine Hebamme, um mich auf die Geburt vorzubereiten?

Wer sich keine bestimmte Hebamme zur Geburtsbegleitung wünscht, kann sich auch mit regelmäßigen Arztbesuchen auf die Geburt vorbereiten. Wichtig ist, alle Vorsorgeuntersuchungen wahrzunehmen.

Eine Hebamme hat allerdings den Vorteil, dass sie während der gesamten Schwangerschaft als Ansprechpartnerin zur Verfügung steht. Sie nimmt sich Zeit, auf alle anstehenden Fragen einzugehen und umfassend zu beraten. Dieser enge persönliche Kontakt ist für manche Frauen sehr wichtig. Das Wissen, das die Hebamme in der Geburtsvorbereitung vermittelt, kann Ängste verringern und damit auch die Geburt erleichtern. Das gilt umso mehr, wenn die Hebamme die Geburt auch persönlich begleitet. Es kann außerdem sehr beruhigend sein, zu wissen, dass die Hebamme Mutter und Kind auch in der ersten Zeit nach der Geburt unterstützt und betreut


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