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Häufig gestellte Fragen
Helfen Dampfsitzbäder als Vorbereitung auf die Geburt?
Wissenschaftlich ist zwar nicht erwiesen, ob Dampfsitzbäder helfen, das Dammgewebe auf die Geburt vorzubereiten. Dennoch werden sie von vielen Hebammen empfohlen, um das Gewebe geschmeidiger und weicher zu machen.Damit ist die Hoffnung verbunden, dass Dampfsitzbäder einem Dammriss vorbeugen oder helfen, einen Dammschnitt zu vermeiden.
Empfohlen werden Dampfsitzbäder mit Heublumen oder Lindenblüten ab der 38. Schwangerschaftswoche einmal in der Woche. Dazu werden die Blüten in eine Plastikschüssel oder -wanne mit kochendem Wasser gegeben. Nachdem das Wasser etwas abgekühlt ist, kann man das Gefäß zum Beispiel in die Toilettenschüssel stellen und sich darüber setzen.
Was kann ich tun, um einen Dammriss zu vermeiden?
Um einem Dammriss vorzubeugen, wird eine regelmäßige Massage des Dammgewebes empfohlen. Schwangere können vor allem in den letzten sechs Wochen vor der Geburt täglich den Dammbereich und die Schamlippen mit einem naturbelassenen Öl (zum Beispiel Weizenkeim-, Jojoba- oder Olivenöl) in kreisenden Bewegungen massieren, um das Gewebe sanft zu lockern und zu dehnen.
Zur leichten Dehnung des Scheideneingangs können ein oder mehrere Finger in die Scheide eingeführt werden, um dann das Gewebe vorsichtig Richtung After zu dehnen. Es wird empfohlen, dabei in die Hocke zu gehen oder sich mit angezogenen Beinen hinzulegen. Diese Übung kann das Gefühl für die Scheide und den Beckenboden fördern und helfen, während der Geburt besser zu entspannen.
Was kann ich gegen Angst vor der Geburt tun?
Einen gewissen Respekt vor der Geburt zu haben, ist normal und auch sinnvoll. Denn angesichts unsicherer Situationen mobilisiert der Körper im entscheidenden Moment alle verfügbaren Kräfte. Zu viel Angst allerdings führt zu Verspannungen, was die Schmerzen verstärken und den Geburtsverlauf verzögern kann.
Um Ängste zu mindern, kann es helfen, sich vorher die Klinik und den Kreißsaal anzuschauen, sich mit einer Hebamme zu beraten und an einem Geburtsvorbereitungskurs teilzunehmen. Wer in etwa über den Verlauf einer Geburt Bescheid weiß und Atem- und Entspannungstechniken zur Schmerzbewältigung gelernt hat, fühlt sich wahrscheinlich sicherer. Beruhigend ist außerdem, zu wissen, dass in jedem Kreißsaal wirksame Möglichkeiten zur Schmerzlinderung zur Verfügung stehen.
Bei besonders starker, kaum noch zu bewältigender Angst vor der Geburt ist es ratsam, rechtzeitig fachliche Hilfe in Anspruch zu nehmen. Die Hebamme, die Frauenärztin oder der Frauenarzt können auch spezielle psychotherapeutische Unterstützung vermitteln.
Was passiert, wenn das Baby auf sich warten lässt?
Nur etwa vier Prozent aller Kinder kommen zum errechneten Geburtstermin zur Welt. Eine spätere Geburt ist also nichts Ungewöhnliches. Dennoch werden ab dem errechneten Entbindungstermin alle zwei bis drei Tage Vorsorgeuntersuchungen gemacht, um sicherzugehen, dass es dem Kind gut geht. In der Regel wird noch einmal geprüft, ob der errechnete Geburtstermin richtig ist.
Ab der 41. Schwangerschaftswoche wird meist vorgeschlagen, die Geburt einzuleiten. Ist der Muttermund noch fest, kann seine Reifung medikamentös unterstützt werden. Dazu werden eine Tablette oder ein Gel mit dem Hormon Prostaglandin vor den Muttermund gebracht. Dadurch wird der Muttermund meist weich und öffnet sich ein wenig. Erst dann kann die Ärztin oder der Arzt die Geburt mithilfe eines Wehentropfs einleiten. Ist der Muttermund jedoch schon geöffnet, aber bleiben die Wehen aus, kann sofort ein Wehentropf gelegt werden.
In der Regel wird nicht länger als 14 Tage nach dem errechneten Termin auf den natürlichen Geburtsbeginn gewartet, weil danach die Gefahr besteht, dass der Mutterkuchen das Kind nicht mehr gut versorgt.


