Pilzinfektionen, Scheidenpilz
In der Schwangerschaft treten Pilzinfektionen der Scheide häufiger als gewöhnlich auf. Die hormonellen Veränderungen während der Schwangerschaft begünstigen das Entstehen einer Pilzinfektion. Auch wenn das Immunsystem geschwächt ist, können sich Scheidenpilze stark vermehren und Beschwerden verursachen.
Die Symptome sind meist ein mehr oder weniger ausgeprägter Juckreiz, Brennen, weißlich-krümeliger Ausfluss und Schmerzen beim Geschlechtsverkehr.
Eine Pilz-Scheideninfektion wird nicht auf das ungeborene Kind übertragen. Während der Geburt können Pilzsporen jedoch die Schleimhäute des Neugeborenen befallen. Werdende Mütter sollten sich daher rechtzeitig behandeln lassen.
Wer zu Pilzinfektionen neigt, verzichtet besser auf Slipeinlagen mit Plastikfolie und trägt statt Synthetikwäsche lieber Slips aus Baumwolle. Zur Intimpflege reichen lauwarmes Wasser und eventuell ein wenig milde Seifenlotion.
Zur Nachbehandlung und Vorbeugung von Scheidenpilz-Infektionen verwenden manche Frauen in Apotheken erhältliche Milchsäurestäbchen oder Naturjoghurt, der rechtsdrehende Milchsäure enthält. Dazu wird ein mit Joghurt durchtränkter Tampon in die Scheide eingeführt und dort einige Stunden belassen. Auch Vitamin-C-Vaginaltabletten können zum Ansäuern des Scheidenmilieus eingesetzt werden.
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Häufig gestellte Fragen
Ich bin in der 24. Woche und spüre mein Kind manchmal den ganzen Tag nicht. Bewegt es sich zu wenig?
In den mittleren Schwangerschaftsmonaten sind die Kindsbewegungen häufig nur schwach zu spüren. Vor allem bei der ersten Schwangerschaft werden sie daher oft nicht als Bewegungen des Kindes wahrgenommen, sondern fälschlich als Magengrollen oder Blähungen gedeutet. Auch sind die Aktivitäten des Kindes im Mutterleib in dieser Zeit noch nicht regelmäßig: An manchen Tagen ist das Kind ständig in Bewegung, an anderen verhält es sich eher ruhig. Hinzu kommt oft, dass das Ungeborene nachts, wenn die Mutter ruht, aktiver ist als tagsüber. Es ist also nicht ungewöhnlich, dass mitunter einen ganzen Tag lang keine Kindsbewegungen zu spüren sind.
Ich bade gern ausgiebig und möglichst warm. Können dadurch frühzeitig Wehen ausgelöst werden?
Falls bereits vorzeitige Wehen eingesetzt haben, können sie durch ein warmes Bad tatsächlich verstärkt werden. Liegen jedoch keine Anzeichen für "echte" vorzeitige Wehen oder einen Blasensprung vor, löst ein warmes Vollbad auch keine geburtsaktiven Wehen aus. Sogenannte Übungs- oder Vorwehen werden durch die Entspannung im warmen Wasser sogar schwächer.
Meine Füße und Hände sind abends oft stark geschwollen. Ist das ein Problem?
Ursache für geschwollene Hände und Füße sind meist Wassereinlagerungen im Gewebe (Ödeme). Sie können zu jedem Zeitpunkt der Schwangerschaft auftreten, besonders häufig aber in den letzten Schwangerschaftswochen. Normalerweise sind Ödeme kein Grund zur Sorge. Sie können jedoch auch Anzeichen für eine Präeklampsie sein. Deshalb ist es wichtig, die Ärztin oder den Arzt darüber zu informieren. Dann kann festgestellt werden, ob es weitere Symptome einer Präeklampsie gibt, etwa eine rasche Gewichtszunahme (mehr als ein Kilogramm pro Woche), Bluthochdruck und erhöhte Eiweißkonzentration im Urin.
Wechselduschen, leichte Massagen und das Hochlagern der Beine können bei geschwollenen Beinen Linderung verschaffen. Sehr wichtig ist, genügend zu trinken, um den Stoffwechsel und die Ausscheidung von Schadstoffen zu fördern. Obst, Gemüse und besonders Kartoffeln helfen, die Wassereinlagerungen auszuschwemmen.


