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Hypertonie (Bluthochdruck)

Deutlich zu niedriger Blutdruck macht sich durch Schwindel und Schwäche meist recht deutlich bemerkbar. Dagegen bleibt ein zu hoher Blutdruck oft unbemerkt. Um eine Hypertonie rechtzeitig erkennen und behandeln zu können, wird der Blutdruck im Rahmen der Schwangerschaftsvorsorge deshalb regelmäßig gemessen. Ein unbehandelter Bluthochdruck in der Schwangerschaft kann zu Veränderungen der Blutgefäße im Mutterkuchen und in den Organen der Schwangeren führen. Zudem kann Bluthochdruck auf eine beginnende Präeklampsie hinweisen.

Blutdruck wird in der Messeinheit "Millimeter Quecksilbersäule" (mmHg) angegeben, und zwar in zwei Werten: Der höhere Wert ist der systolische, der untere der diastolische Wert. Als erhöht wird ein Blutdruck ab Werten von 140/90 mmHg bezeichnet. Anhaltend hohe Blutdruckwerte über 160/100 mmHg in der Schwangerschaft müssen medikamentös behandelt werden.

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Häufig gestellte Fragen

Ich bade gern ausgiebig und möglichst warm. Können dadurch frühzeitig Wehen ausgelöst werden?

Falls bereits vorzeitige Wehen eingesetzt haben, können sie durch ein warmes Bad tatsächlich verstärkt werden. Liegen jedoch keine Anzeichen für "echte" vorzeitige Wehen oder einen Blasensprung vor, löst ein warmes Vollbad auch keine geburtsaktiven Wehen aus. Sogenannte Übungs- oder Vorwehen werden durch die Entspannung im warmen Wasser sogar schwächer.

Meine Füße und Hände sind abends oft stark geschwollen. Ist das ein Problem?

Ursache für geschwollene Hände und Füße sind meist Wassereinlagerungen im Gewebe (Ödeme). Sie können zu jedem Zeitpunkt der Schwangerschaft auftreten, besonders häufig aber in den letzten Schwangerschaftswochen. Normalerweise sind Ödeme kein Grund zur Sorge. Sie können jedoch auch Anzeichen für eine Präeklampsie sein. Deshalb ist es wichtig, die Ärztin oder den Arzt darüber zu informieren. Dann kann festgestellt werden, ob es weitere Symptome einer Präeklampsie gibt, etwa eine rasche Gewichtszunahme (mehr als ein Kilogramm pro Woche), Bluthochdruck und erhöhte Eiweißkonzentration im Urin.

Wechselduschen, leichte Massagen und das Hochlagern der Beine können bei geschwollenen Beinen Linderung verschaffen. Sehr wichtig ist, genügend zu trinken, um den Stoffwechsel und die Ausscheidung von Schadstoffen zu fördern. Obst, Gemüse und besonders Kartoffeln helfen, die Wassereinlagerungen auszuschwemmen.

Woran erkenne ich den Unterschied zwischen Übungswehen und Geburtswehen?

In den letzten Wochen vor der Geburt treten ab und an sogenannte Vor- oder Übungswehen auf. Dabei wird der Bauch meist rund und hart, was von einem leichten, ziehenden Schmerz im Unterbauch begleitet sein kann. Häufig melden sich Übungswehen in unregelmäßigen Abständen abends für zwei bis drei Stunden und hören dann wieder auf.

Im Gegensatz dazu verschwinden Geburtswehen nicht wieder, sondern werden regelmäßiger, dauern länger und kommen in immer kürzeren Abständen. Bei diesen stärkeren Wehen strahlt der Wehenschmerz häufig vom Rücken nach vorne in den Bauch und bis in die Oberschenkel aus.

Wenn die Wehen länger als eine Stunde in Abständen von etwa zehn Minuten auftreten, wird es allmählich Zeit für die Fahrt in die Klinik, das Geburtshaus oder für den Anruf bei der Hebamme zur Hausgeburt. Nur in seltenen Fällen besteht Grund zur Hektik: Beim ersten Kind dauert die Geburt meist zwischen sechs und zwölf Stunden.

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