Hepatitis
Die Hepatitis ist eine meist durch Viren, seltener durch Bakterien verursachte Leberentzündung. Die am häufigsten vorkommenden Infektionen unterscheidet man abhängig vom Virustyp in Hepatitis A, Hepatitis B und Hepatitis C. Während Hepatitis A und B spontan ausheilen können, kann eine Hepatitis C chronisch werden und die Leber dauerhaft schädigen.
Das Hepatitis B-Virus findet sich in unterschiedlicher Konzentration in Körperflüssigkeiten wie Blut, Sperma, Vaginalsekret und Speichel. Häufig wird es bei sexuellen Kontakten übertragen. Kondombenutzung vermindert zwar das Infektionsrisiko, schließt aber nicht alle Übertragungsmöglichkeiten aus. Der einzig wirksame Schutz ist eine Impfung.
Eine Impfung schützt auch gegen Hepatitis A, die sogenannte Reisehepatitis. Sie wird hauptsächlich über verschmutztes Trinkwasser und Nahrungsmittel übertragen. Gegen Hepatitis A und B gibt es auch Kombinationsimpfstoffe. Hepatitis C wird vor allem durch Blut übertragen. Gegen Hepatitis C steht kein Impfstoff zur Verfügung. Die Infektion kann medikamentös behandelt werden.
Grundsätzlich ist eine Impfung gegen Hepatitis A und Hepatitis B in der Schwangerschaft möglich, es ist jedoch wichtig, den Nutzen sorgfältig gegen ein mögliches Risiko abzuwägen.
Eine Hepatitis während der Schwangerschaft muss ernst genommen werden, da das Risiko für eine Frühgeburt erhöht ist. Eine Hepatitis-B-Erkrankung der Mutter kann in seltenen Fällen über den Mutterkuchen auf das ungeborene Kind übertragen werden. Dies kann zu Leberschäden führen oder das Kind zum Virusträger machen. Häufiger ist eine Übertragung von der Mutter auf das Kind kurz vor oder während der Entbindung.
Im Rahmen der Vorsorgeuntersuchungen wird das Blutserum im letzten Schwangerschaftsdrittel auf eine Hepatitis-Infektion untersucht, damit das Kind im Fall eines positiven Befundes gleich nach der Geburt geimpft werden kann.
Weiterführende Informationen
- Schutz vor sexuell übertragbaren Infektionen
Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) informiert in ihrem Internetauftritt "Gib AIDS keine Chance" über die Möglichkeiten, sich vor sexuell übertragbaren Infektionen zu schützen.
(Recherchedatum: 04.11.2011) - Kondome - ein sehr guter Schutz
In dem Online-Angebot "Gib AIDS keine Chance" informiert die BZgA zum Thema Kondome. Vorzüge, Grenzen und Sicherheit von Kondomen werden dargestellt. Methoden, die keinen Schutz vor sexuell übertragbaren Infektionen bieten, werden genannt. Ein Video zum richtigen Gebrauch von Kondomen kann angesehen werden.
(Recherchedatum: 19.12.2011)
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Häufig gestellte Fragen
Ich bin in der 24. Woche und spüre mein Kind manchmal den ganzen Tag nicht. Bewegt es sich zu wenig?
In den mittleren Schwangerschaftsmonaten sind die Kindsbewegungen häufig nur schwach zu spüren. Vor allem bei der ersten Schwangerschaft werden sie daher oft nicht als Bewegungen des Kindes wahrgenommen, sondern fälschlich als Magengrollen oder Blähungen gedeutet. Auch sind die Aktivitäten des Kindes im Mutterleib in dieser Zeit noch nicht regelmäßig: An manchen Tagen ist das Kind ständig in Bewegung, an anderen verhält es sich eher ruhig. Hinzu kommt oft, dass das Ungeborene nachts, wenn die Mutter ruht, aktiver ist als tagsüber. Es ist also nicht ungewöhnlich, dass mitunter einen ganzen Tag lang keine Kindsbewegungen zu spüren sind.
Ich bade gern ausgiebig und möglichst warm. Können dadurch frühzeitig Wehen ausgelöst werden?
Falls bereits vorzeitige Wehen eingesetzt haben, können sie durch ein warmes Bad tatsächlich verstärkt werden. Liegen jedoch keine Anzeichen für "echte" vorzeitige Wehen oder einen Blasensprung vor, löst ein warmes Vollbad auch keine geburtsaktiven Wehen aus. Sogenannte Übungs- oder Vorwehen werden durch die Entspannung im warmen Wasser sogar schwächer.
Meine Füße und Hände sind abends oft stark geschwollen. Ist das ein Problem?
Ursache für geschwollene Hände und Füße sind meist Wassereinlagerungen im Gewebe (Ödeme). Sie können zu jedem Zeitpunkt der Schwangerschaft auftreten, besonders häufig aber in den letzten Schwangerschaftswochen. Normalerweise sind Ödeme kein Grund zur Sorge. Sie können jedoch auch Anzeichen für eine Präeklampsie sein. Deshalb ist es wichtig, die Ärztin oder den Arzt darüber zu informieren. Dann kann festgestellt werden, ob es weitere Symptome einer Präeklampsie gibt, etwa eine rasche Gewichtszunahme (mehr als ein Kilogramm pro Woche), Bluthochdruck und erhöhte Eiweißkonzentration im Urin.
Wechselduschen, leichte Massagen und das Hochlagern der Beine können bei geschwollenen Beinen Linderung verschaffen. Sehr wichtig ist, genügend zu trinken, um den Stoffwechsel und die Ausscheidung von Schadstoffen zu fördern. Obst, Gemüse und besonders Kartoffeln helfen, die Wassereinlagerungen auszuschwemmen.


