HELLP-Syndrom
Das HELLP-Syndrom ist eine schwere Schwangerschaftserkrankung, die zu den sogenannten Spätgestosen zählt. HELLP steht für Hämolyse (Blutabbau), Elevated Liverenzymes (erhöhte Leberenzyme), Low Platelets (geringe Anzahl an Blutplättchen für die Blutgerinnung). Kennzeichen des HELLP-Syndroms sind ein Ansteigen der Leberwerte, extreme Blutarmut und eine deutliche Verschlechterung der Blutgerinnungswerte.
Der Erkrankung können Beschwerden und Anzeichen wie bei der EPH-Gestose vorangehen: Ödeme, Bluthochdruck und Eiweiß im Urin. Sie kann aber auch sehr plötzlich auftreten. Zu den Symptomen des HELLP-Syndroms gehören neben Übelkeit überaus heftige Oberbauchschmerzen. Falls solche Beschwerden auftreten, ist es wichtig, sofort in eine Klinik zu fahren!
Wird das HELLP-Syndrom nicht erkannt und behandelt, kann es für Mutter und Kind lebensbedrohlich werden. Nach der Diagnose ist meistens eine sofortige Entbindung notwendig. Je später das HELLP-Syndrom in der Schwangerschaft auftritt, desto größer sind die Überlebenschancen für das Kind.
Weiterführende Informationen
- Gestose und HELLP-Syndrom
Die Seiten der "Arbeitsgemeinschaft Gestose-Frauen e.V." mit vielen hilfreichen Informationen zu Gestose und HELLP-Syndrom, einem Service-Bereich und einer Online-Beratung.
(Recherchedatum: 27.10.2011)
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Häufig gestellte Fragen
Ich bin in der 24. Woche und spüre mein Kind manchmal den ganzen Tag nicht. Bewegt es sich zu wenig?
In den mittleren Schwangerschaftsmonaten sind die Kindsbewegungen häufig nur schwach zu spüren. Vor allem bei der ersten Schwangerschaft werden sie daher oft nicht als Bewegungen des Kindes wahrgenommen, sondern fälschlich als Magengrollen oder Blähungen gedeutet. Auch sind die Aktivitäten des Kindes im Mutterleib in dieser Zeit noch nicht regelmäßig: An manchen Tagen ist das Kind ständig in Bewegung, an anderen verhält es sich eher ruhig. Hinzu kommt oft, dass das Ungeborene nachts, wenn die Mutter ruht, aktiver ist als tagsüber. Es ist also nicht ungewöhnlich, dass mitunter einen ganzen Tag lang keine Kindsbewegungen zu spüren sind.
Ich bade gern ausgiebig und möglichst warm. Können dadurch frühzeitig Wehen ausgelöst werden?
Falls bereits vorzeitige Wehen eingesetzt haben, können sie durch ein warmes Bad tatsächlich verstärkt werden. Liegen jedoch keine Anzeichen für "echte" vorzeitige Wehen oder einen Blasensprung vor, löst ein warmes Vollbad auch keine geburtsaktiven Wehen aus. Sogenannte Übungs- oder Vorwehen werden durch die Entspannung im warmen Wasser sogar schwächer.
Meine Füße und Hände sind abends oft stark geschwollen. Ist das ein Problem?
Ursache für geschwollene Hände und Füße sind meist Wassereinlagerungen im Gewebe (Ödeme). Sie können zu jedem Zeitpunkt der Schwangerschaft auftreten, besonders häufig aber in den letzten Schwangerschaftswochen. Normalerweise sind Ödeme kein Grund zur Sorge. Sie können jedoch auch Anzeichen für eine Präeklampsie sein. Deshalb ist es wichtig, die Ärztin oder den Arzt darüber zu informieren. Dann kann festgestellt werden, ob es weitere Symptome einer Präeklampsie gibt, etwa eine rasche Gewichtszunahme (mehr als ein Kilogramm pro Woche), Bluthochdruck und erhöhte Eiweißkonzentration im Urin.
Wechselduschen, leichte Massagen und das Hochlagern der Beine können bei geschwollenen Beinen Linderung verschaffen. Sehr wichtig ist, genügend zu trinken, um den Stoffwechsel und die Ausscheidung von Schadstoffen zu fördern. Obst, Gemüse und besonders Kartoffeln helfen, die Wassereinlagerungen auszuschwemmen.


