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Chlamydien-Infektion

Chlamydien sind Bakterien, die Erkrankungen der Schleimhäute im Bereich der Augen, der Atemwege und im Genitalbereich auslösen können. Eine Chlamydien-Infektion im Genitalbereich gehört zu den Geschlechtskrankheiten und wird meist beim Sex über Körperflüssigkeiten übertragen.

Eine Chlamydien-Infektion bleibt oft unbemerkt, weil sie in drei von vier Fällen keine Beschwerden verursacht. Zu den Symptomen gehören unter anderem Brennen beim Wasserlassen, Juckreiz in der Scheide und gelblicher Ausfluss. Bei Männern kann die Infektion zu einer Harnröhrenentzündung mit starkem Harndrang und Schmerzen beim Wasserlassen führen.

Eine unbehandelte Chlamydien-Infektion kann zu Entzündungen der Eierstöcke und Eileiter, zu Unfruchtbarkeit, einer Eileiterschwangerschaft oder einer Früh- oder Fehlgeburt führen. Für das Kind besteht die größte Gefahr einer Infizierung mit Chlamydien während der Geburt: Die Keime können beim Durchtritt des Kindes durch den Geburtsweg übertragen werden und eine Augen- und Lungenentzündung verursachen.

Eine Chlamydien-Infektion muss rasch ärztlich behandelt werden. Wichtig ist, dass der Partner mitbehandelt wird. Um auch symptomlose Infektionen rechtzeitig entdecken zu können, gehört ein Test auf Chlamydien zu den Schwangerschafts-Vorsorgeuntersuchungen.

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Häufig gestellte Fragen

Ich bin in der achten Woche schwanger und habe leichte Blutungen. Besteht Gefahr für mein Kind?

Leichte Blutungen sind in der Frühschwangerschaft nicht selten. Oft sind sie ein Zeichen dafür, dass sich der Körper noch nicht vollständig auf die Schwangerschaft umgestellt hat. Auch kleine Verletzungen am gut durchbluteten Muttermund – zum Beispiel durch Geschlechtsverkehr oder gynäkologische Untersuchungen – können sogenannte Schmierblutungen auslösen. Sie sind in der Regel harmlos.

Stärkere Blutungen – vor allem, wenn sie mit Schmerzen verbunden sind – können aber auch ein Hinweis auf eine drohende Fehlgeburt oder eine Eileiterschwangerschaft sein. Deshalb sollten Blutungen in der Schwangerschaft immer ärztlich abgeklärt werden.

Schadet Passivrauchen meinem Kind?

Dass Zigarettenrauch dem Ungeborenen schwere Schäden zufügen kann, ist bekannt. Auch Passivrauchen ist schädlich, da Schadstoffe, die über die Atemluft aufgenommen werden, in den kindlichen Blutkreislauf gelangen. Bestimmte krebserregende Stoffe, die im Zigarettenrauch enthalten sind, können sich in verqualmten Räumen konzentrieren und werden auch von Nichtrauchern eingeatmet.

Schwangere sollten daher Räume, in denen geraucht wird, möglichst meiden. Wichtig ist außerdem, dass Raucherinnen und Raucher in Gegenwart Schwangerer auf ihre Zigarette verzichten. Dies gilt vor allem für werdende Väter. Ihnen kommt eine besondere Verantwortung zu, ihrem Kind zuliebe mit dem Rauchen aufzuhören oder es zumindest deutlich einzuschränken.

Meine Füße und Hände sind abends oft stark geschwollen. Ist das ein Problem?

Ursache für geschwollene Hände und Füße sind meist Wassereinlagerungen im Gewebe (Ödeme). Sie können zu jedem Zeitpunkt der Schwangerschaft auftreten, besonders häufig aber in den letzten Schwangerschaftswochen. Normalerweise sind Ödeme kein Grund zur Sorge. Sie können jedoch auch Anzeichen für eine Präeklampsie sein. Deshalb ist es wichtig, die Ärztin oder den Arzt darüber zu informieren. Dann kann festgestellt werden, ob es weitere Symptome einer Präeklampsie gibt, etwa eine rasche Gewichtszunahme (mehr als ein Kilogramm pro Woche), Bluthochdruck und erhöhte Eiweißkonzentration im Urin.

Wechselduschen, leichte Massagen und das Hochlagern der Beine können bei geschwollenen Beinen Linderung verschaffen. Sehr wichtig ist, genügend zu trinken, um den Stoffwechsel und die Ausscheidung von Schadstoffen zu fördern. Obst, Gemüse und besonders Kartoffeln helfen, die Wassereinlagerungen auszuschwemmen.

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