Blutarmut (Anämie)
Bei einer Blutarmut (Anämie) enthält das Blut zu wenig rote Blutkörperchen (Erythrozyten) und/oder roten Blutfarbstoff (Hämoglobin). Das Hämoglobin sorgt in Verbindung mit Eisen für den Transport des Sauerstoffs aus den Lungenbläschen in alle Körperzellen und auch zum ungeborenen Kind.
Da das Blutvolumen in der Schwangerschaft stark zunimmt, steigt auch der Eisenbedarf an. Vor allem in der zweiten Schwangerschaftshälfte bilden sowohl die Schwangere als auch das Ungeborene immer mehr Blut. Eine Schwangerschaftsanämie wird häufig durch Eisenmangel verursacht.
Eine Blutarmut macht sich durch Müdigkeit und Schlappheit, Blässe, Atemnot und Konzentrationsschwierigkeiten bemerkbar. Zwar wird der Eisengehalt des Blutes im Rahmen der Vorsorgeuntersuchungen regelmäßig untersucht, dennoch ist bei solchen Beschwerden eine rasche ärztliche Abklärung wichtig.
Einer Eisenmangel-Anämie lässt sich durch eisenhaltige Ernährung zum Beispiel mit Vollkornflocken, Hülsenfrüchten, grünem Blattgemüse und Kräutern vorbeugen. Die Einnahme von Eisenpräparaten ist nur sinnvoll, wenn die Ärztin oder der Arzt eine Eisenmangel-Anämie festgestellt und ein Präparat zur Behandlung verschrieben hat.
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Häufig gestellte Fragen
Ich bin in der 24. Woche und spüre mein Kind manchmal den ganzen Tag nicht. Bewegt es sich zu wenig?
In den mittleren Schwangerschaftsmonaten sind die Kindsbewegungen häufig nur schwach zu spüren. Vor allem bei der ersten Schwangerschaft werden sie daher oft nicht als Bewegungen des Kindes wahrgenommen, sondern fälschlich als Magengrollen oder Blähungen gedeutet. Auch sind die Aktivitäten des Kindes im Mutterleib in dieser Zeit noch nicht regelmäßig: An manchen Tagen ist das Kind ständig in Bewegung, an anderen verhält es sich eher ruhig. Hinzu kommt oft, dass das Ungeborene nachts, wenn die Mutter ruht, aktiver ist als tagsüber. Es ist also nicht ungewöhnlich, dass mitunter einen ganzen Tag lang keine Kindsbewegungen zu spüren sind.
Ich bade gern ausgiebig und möglichst warm. Können dadurch frühzeitig Wehen ausgelöst werden?
Falls bereits vorzeitige Wehen eingesetzt haben, können sie durch ein warmes Bad tatsächlich verstärkt werden. Liegen jedoch keine Anzeichen für "echte" vorzeitige Wehen oder einen Blasensprung vor, löst ein warmes Vollbad auch keine geburtsaktiven Wehen aus. Sogenannte Übungs- oder Vorwehen werden durch die Entspannung im warmen Wasser sogar schwächer.
Meine Füße und Hände sind abends oft stark geschwollen. Ist das ein Problem?
Ursache für geschwollene Hände und Füße sind meist Wassereinlagerungen im Gewebe (Ödeme). Sie können zu jedem Zeitpunkt der Schwangerschaft auftreten, besonders häufig aber in den letzten Schwangerschaftswochen. Normalerweise sind Ödeme kein Grund zur Sorge. Sie können jedoch auch Anzeichen für eine Präeklampsie sein. Deshalb ist es wichtig, die Ärztin oder den Arzt darüber zu informieren. Dann kann festgestellt werden, ob es weitere Symptome einer Präeklampsie gibt, etwa eine rasche Gewichtszunahme (mehr als ein Kilogramm pro Woche), Bluthochdruck und erhöhte Eiweißkonzentration im Urin.
Wechselduschen, leichte Massagen und das Hochlagern der Beine können bei geschwollenen Beinen Linderung verschaffen. Sehr wichtig ist, genügend zu trinken, um den Stoffwechsel und die Ausscheidung von Schadstoffen zu fördern. Obst, Gemüse und besonders Kartoffeln helfen, die Wassereinlagerungen auszuschwemmen.


