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Allergien

Fast jede fünfte Schwangere hat eine Allergie, reagiert also überempfindlich auf  bestimmte Stoffe. Zu den Stoffen, die eine allergische Reaktion auslösen können, gehören Blütenpollen, Insektengifte, Tierhaare, Hausstaubmilben, Chemikalien etwa in Kosmetika, Zusatzstoffe in Lebensmitteln, Schadstoffe in der Atemluft. Nicht wenige Menschen reagieren auch auf bestimmte Lebensmittel allergisch.

Ob die körperlichen Veränderungen durch eine Schwangerschaft eine bestehende Allergie abschwächen oder verstärken, lässt sich schwer vorhersagen. Wie sich zum Beispiel ein allergisches Asthma entwickelt, ist von Frau zu Frau unterschiedlich. Werdende Mütter mit allergischem Schnupfen müssen eher damit rechnen, dass sich ihre Beschwerden verstärken, wenn die Nasenschleimhäute hormonbedingt anschwellen. Allergische Hautausschläge (Nesselsucht) bessern sich in der Schwangerschaft dagegen häufig. Die Gefahr von allergischen Schockzuständen (anaphylaktischer Schock) ist bei Schwangeren leicht erhöht.

In der Schwangerschaft ist es besonders wichtig, bekannte Allergene möglichst zu meiden. Dadurch lassen sich Beschwerden oft auch ohne medikamentöse Behandlung begrenzen.

Damit sich eine Allergie nicht verstärkt, kann auch in der Schwangerschaft eine medikamentöse Behandlung sinnvoll oder notwendig sein. Das gilt auch, um starke Beschwerden zu lindern. Viele Antiallergika sind für werdende Mütter geeignet, und auch eine  bereits begonnene spezifische Immuntherapie (Hyposensibilisierung) kann meist  fortgesetzt werden. Die Ärztin oder der Arzt berät darüber, wie die jeweilige Allergie behandelt und welches Medikament ohne Bedenken eingesetzt werden kann.

Um das Allergierisiko für das Kind zu senken, wird empfohlen, mindestens vier Monate ausschließlich zu stillen und danach langsam Beikost einzuführen.

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Häufig gestellte Fragen

Ich bin in der 24. Woche und spüre mein Kind manchmal den ganzen Tag nicht. Bewegt es sich zu wenig?

In den mittleren Schwangerschaftsmonaten sind die Kindsbewegungen häufig nur schwach zu spüren. Vor allem bei der ersten Schwangerschaft werden sie daher oft nicht als Bewegungen des Kindes wahrgenommen, sondern fälschlich als Magengrollen oder Blähungen gedeutet. Auch sind die Aktivitäten des Kindes im Mutterleib in dieser Zeit noch nicht regelmäßig: An manchen Tagen ist das Kind ständig in Bewegung, an anderen verhält es sich eher ruhig. Hinzu kommt oft, dass das Ungeborene nachts, wenn die Mutter ruht, aktiver ist als tagsüber. Es ist also nicht ungewöhnlich, dass mitunter einen ganzen Tag lang keine Kindsbewegungen zu spüren sind.

Meine Füße und Hände sind abends oft stark geschwollen. Ist das ein Problem?

Ursache für geschwollene Hände und Füße sind meist Wassereinlagerungen im Gewebe (Ödeme). Sie können zu jedem Zeitpunkt der Schwangerschaft auftreten, besonders häufig aber in den letzten Schwangerschaftswochen. Normalerweise sind Ödeme kein Grund zur Sorge. Sie können jedoch auch Anzeichen für eine Präeklampsie sein. Deshalb ist es wichtig, die Ärztin oder den Arzt darüber zu informieren. Dann kann festgestellt werden, ob es weitere Symptome einer Präeklampsie gibt, etwa eine rasche Gewichtszunahme (mehr als ein Kilogramm pro Woche), Bluthochdruck und erhöhte Eiweißkonzentration im Urin.

Wechselduschen, leichte Massagen und das Hochlagern der Beine können bei geschwollenen Beinen Linderung verschaffen. Sehr wichtig ist, genügend zu trinken, um den Stoffwechsel und die Ausscheidung von Schadstoffen zu fördern. Obst, Gemüse und besonders Kartoffeln helfen, die Wassereinlagerungen auszuschwemmen.

Muss ich meine Katze abschaffen, wenn ich schwanger bin?

Katzen können Toxoplasmose übertragen, eine normalerweise harmlose Infektion. Eine Erstinfektion während der Schwangerschaft kann jedoch zu schweren Schäden an Augen und Gehirn des Kindes führen. Wenn bestimmte Vorsichtsmaßnahmen eingehalten werden, ist es aber nicht nötig, sich in der Schwangerschaft komplett von Katzen fernzuhalten oder das eigene Tier abzugeben.

Schwangere, die eine Katze haben, können durch eine Blutuntersuchung feststellen lassen, ob sie gegen Toxoplasmose immun sind. Wenn ja, besteht keine Gefahr der erneuten Ansteckung.

Hat eine Schwangere keine Toxoplasmose-Antikörper im Blut, kann die Tierärztin oder der Tierarzt feststellen, ob ihre Katze Überträgerin der Krankheit ist. Ist die Katze keine Überträgerin, sollte die Schwangere darauf achten, dass sich das Tier nicht infiziert – zum Beispiel, indem sie die Katze nicht aus der Wohnung lässt und sie nicht mit rohem Fleisch füttert.

Ist die Katze jedoch Überträgerin, sollte das Katzenklo weit weg von den Wohnräumen aufgestellt und feucht gehalten werden, sodass es nicht staubt. Um das Infektionsrisiko zu mindern, sollte die Schwangere das Katzenklo möglichst nicht selbst reinigen.

Ist es riskant, sich in der Schwangerschaft die Haare zu färben?

Viele Frauen färben oder tönen sich regelmäßig die Haare. Haltbare Färbungen sind außer mit Hennaprodukten nur mit chemischen Haarfärbemitteln möglich. Deren Inhaltsstoffe können Hautreizungen und Allergien auslösen. Der Zusatz nachweislich krebserregender Substanzen ist zwar seit einigen Jahren verboten, trotzdem enthalten chemische Haarfarben gesundheitlich bedenkliche Stoffe wie zum Beispiel P-Phenylendiamin (PPD) oder aromatische Amine.

Naturprodukte aus Pflanzenfarben verzichten zwar in der Regel auf PPD, können aber zum Beispiel Rückstände von Pestiziden enthalten. In manchen Herstellerländern werden auch Henna-Produkten bedenkliche Farbverstärker oder PPD beigemischt.

Bei der Vielfalt der Produkte und Inhaltsstoffe kann nicht gänzlich ausgeschlossen werden, dass gesundheitsschädliche Substanzen in geringem Maß über die Kopfhaut in den Blutkreislauf und in die Muttermilch übergehen. Deshalb rät die Deutsche Akademie für Kinderheilkunde und Jugendmedizin e.V. (DAKJ) werdenden Müttern, während der Schwangerschaft und der Stillzeit auf das Haarefärben zu verzichten.

Wer sich dazu nicht entscheiden mag, sollte auf Naturfarben ausweichen. Auch auswaschbare Haartönungen enthalten weniger aggressive Substanzen als dauerhaft färbende chemische Produkte. Bei der Produktauswahl können Verbrauchertests helfen.

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