Ausfluss
In der Schwangerschaft arbeiten die Drüsen aktiver als sonst, die Scheide wird stärker durchblutet und produziert mehr Flüssigkeit. Deshalb ist verstärkter, eher dünnflüssiger Ausfluss normal.
Das gesunde Scheidenmilieu ist mit einem pH-Wert von 4,0 leicht sauer, was das Wachstum gefährlicher Keime verhindert. Auch bei starkem Ausfluss reicht eine normale Hygiene mit Wasser und etwas Seife. Auf keinen Fall sollten Scheidenspülungen oder Intimsprays eingesetzt werden, denn sie können die natürliche Schutzfunktion des Scheidenmilieus zerstören. Unterwäsche aus Baumwolle und Hosen, die im Schritt locker sitzen, sind hautfreundlich und atmungsaktiv und unterstützen ein gesundes Scheidenmilieu.
Wenn sich der Ausfluss grünlich oder weißlich verfärbt, seine Konsistenz verändert, unangenehm zu riechen beginnt und die Scheide juckt, kann eine Scheideninfektion vorliegen. Sie muss ärztlich behandelt werden, da bestimmte Infektionen Fehl- oder Frühgeburten auslösen können.
Zur Nachbehandlung und Vorbeugung von Scheideninfektionen verwenden manche Frauen in Apotheken erhältliche Milchsäurestäbchen oder Naturjoghurt, der rechtsdrehende Milchsäure enthält. Dazu wird ein mit Joghurt durchtränkter Tampon in die Scheide eingeführt und dort einige Stunden belassen. Auch Vitamin-C-Vaginaltabletten können zum Ansäuern des Scheidenmilieus eingesetzt werden.
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Häufig gestellte Fragen
Meine Brustwarzen tun mir weh. Was kann ich dagegen tun?
Während der Schwangerschaft schüttet der Körper das Hormon Prolaktin aus, das die Milchbildung anregt. Es aktiviert die bislang untätigen Milchdrüsen und lässt das Drüsengewebe wachsen. Das hat zur Folge, dass die Brustwarzen manchmal schmerzen und sich wund anfühlen. Linderung verschaffen warme Umschläge mit einem beruhigenden Öl oder ein warmes Vollbad mit einem entsprechenden Badezusatz. Das hilft gegen Spannungsgefühle und Schmerzen in der Brust. Seife dagegen trocknet die Haut aus und reizt sie noch mehr; deshalb ist es besser, zum Waschen nur klares Wasser zu verwenden. Büstenhalter sollten möglichst aus weicher Baumwolle sein, da sie hautverträglicher ist als die meisten Synthetikstoffe.
Meine Füße und Hände sind abends oft stark geschwollen. Ist das ein Problem?
Ursache für geschwollene Hände und Füße sind meist Wassereinlagerungen im Gewebe (Ödeme). Sie können zu jedem Zeitpunkt der Schwangerschaft auftreten, besonders häufig aber in den letzten Schwangerschaftswochen. Normalerweise sind Ödeme kein Grund zur Sorge. Sie können jedoch auch Anzeichen für eine Präeklampsie sein. Deshalb ist es wichtig, die Ärztin oder den Arzt darüber zu informieren. Dann kann festgestellt werden, ob es weitere Symptome einer Präeklampsie gibt, etwa eine rasche Gewichtszunahme (mehr als ein Kilogramm pro Woche), Bluthochdruck und erhöhte Eiweißkonzentration im Urin.
Wechselduschen, leichte Massagen und das Hochlagern der Beine können bei geschwollenen Beinen Linderung verschaffen. Sehr wichtig ist, genügend zu trinken, um den Stoffwechsel und die Ausscheidung von Schadstoffen zu fördern. Obst, Gemüse und besonders Kartoffeln helfen, die Wassereinlagerungen auszuschwemmen.


