Der Eingriff
Die am häufigsten angewandte Methode wird mittels einer Bauchspiegelung (Laparoskopie) durchgeführt. Dabei operiert die Chirurgin beziehungsweise der Chirurg mit speziellen Instrumenten und einer Kamera, die über kleine Schnitte in den Bauchraum eingebracht werden. Ein großer Bauchschnitt ist also nicht erforderlich.
Die Eileiter werden sodann entweder durch Hitze verschmolzen oder mit einem Kunststoff-Titan-Clip verschlossen. Beide Verfahren sind gleich zuverlässig. Es gibt jedoch Hinweise, dass bei der Clip-Technik die Erfolgschancen einer möglichen Refertilisierung größer sind.
Der Eingriff findet meist stationär unter Vollnarkose statt. Komplikationen wie Blutungen, Verletzungen innerer Organe oder Entzündungen können wie bei jeder Operation im Bauchraum vorkommen, sind aber insgesamt selten.
Nach dem Eingriff
Eine Sterilisation beeinträchtigt in der Regel weder die Hormonproduktion noch das Lustempfinden. Der Menstruationszyklus bleibt ebenfalls unbeeinflusst. Nach dem Eingriff sollte sich die Frau eine Weile schonen. Wann sie wieder Geschlechtsverkehr haben kann, hängt in erster Linie von ihrem persönlichen Befinden ab.
Durch eine mikrochirurgische Operation ist es später im Prinzip möglich, die Fruchtbarkeit wieder herzustellen (Refertilisierung). Dabei werden die getrennten Eileiterenden wieder miteinander verbunden. Das Alter der Frau und die Fruchtbarkeit des Partners spielen für den Erfolg eine wichtige Rolle. Die Angaben dazu, wie viele Frauen nach einer rückgängig gemachten Sterilisation schwanger werden, schwanken zwischen 30 und 70 Prozent.
Die Kosten
Die Kosten der Sterilisation einschließlich der Narkose liegen je nach Methode zwischen 600 und 1.000 Euro. Unter eng begrenzten Voraussetzungen übernimmt die gesetzliche Krankenkasse die Kosten. Dies ist etwa dann der Fall, wenn aus medizinischer Sicht oder aufgrund psychischer Probleme von einer Schwangerschaft dringend abzuraten ist und die Frau die Pille oder Spirale nicht verträgt.

