Lexikon
Übertragung
Als Übertragung wird die Überschreitung des errechneten Geburtstermins bezeichnet. Dabei unterscheidet man zwischen der „rechnerischen“, „echten“ und „relativen“ Übertragung. Wird der errechnete Geburtstermin um mehr als sieben bis zehn Tage überschritten, spricht man von einer rechnerischen Übertragung. Eine Überschreitung von mehr als 14 Tagen, das heißt eine tatsächliche Schwangerschaftsdauer von 42 Wochen, wird als echte Übertragung bezeichnet. Ursache dafür können eine mangelnde Erregbarkeit der Gebärmuttermuskulatur, anatomische oder hormonelle Gründe sein. Von einer relativen Übertragung spricht man, wenn die Funktionsfähigkeit des Mutterkuchens bereits vor dem errechneten Ende der Schwangerschaft eingeschränkt ist. In diesem Fall muss die Geburt künstlich eingeleitet werden, da die Sauerstoffversorgung des Kindes gefährdet ist.
Links zum Thema
- Wenn das Baby auf sich warten lässt
Nur rund vier Prozent aller Kinder werden am errechneten Termin geboren. Eine Terminüberschreitung ist also zunächst kein Grund zur Sorge. Der Gesundheitszustand von Mutter und Kind wird dann jedoch genau beobachtet. Nur falls nötig, wird die Geburt eingeleitet.

