Lexikon
Pearl-Index
Der Pearl-Index ist eine Maßzahl für die Sicherheit einer Verhütungsmethode. Er ist nach dem US-amerikanischen Biologen Raymond Pearl benannt. Die Zahl gibt an, wie viele von 100 Frauen, die ein Jahr lang mit einer bestimmten Methode verhüten, trotzdem schwanger werden. Zum Beispiel liegt der Pearl-Index der Pille bei 0,1 bis 0,9. Das bedeutet: Weniger als eine von 100 Frauen, die ein Jahr lang die Pille nehmen, wird schwanger. Zum Vergleich: Von 100 sexuell aktiven Frauen im Alter von 20 Jahren, die nicht verhüten, werden etwa 85 innerhalb eines Jahres schwanger.
Je niedriger der Pearl-Index, desto sicherer ist die Methode. Allerdings kann der Pearl-Index nur ein Anhaltswert sein. Denn die Sicherheit eines Verhütungsmittels hängt im Einzelfall immer davon ab, ob es vorschriftsmäßig angewandt wurde. Richtig angewandt ist zum Beispiel das Kondom sicherer, als es sein Pearl-Index von 2 bis 12 angibt. Bei falscher Anwendung hat es aber eine vergleichsweise hohe Versagerquote.
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- Wahl der Verhütungsmethode
Leider gibt es keine Verhütungsmethode, die man rundum optimal nennen könnte, denn: Empfängnisschutz hat viele Bedingungen zu erfüllen. Es gibt jedoch eine ganze Reihe unterschiedlicher Verhütungsmethoden, und immer noch wird intensiv an neuen, noch besseren Methoden gearbeitet.

