Lexikon
Geburtstermin (Entbindungstermin)
Als Geburts- oder Entbindungstermin bezeichnet man den Zeitpunkt, an dem die Geburt zu erwarten ist. Im Durchschnitt dauert eine Schwangerschaft von der Befruchtung bis zur Geburt 266 Tage (38 Wochen). Da der Tag der Befruchtung meist nicht genau bekannt ist, berechnet man die Schwangerschaftsdauer ab dem ersten Tag der letzten Periode. Dadurch verlängert sich die Schwangerschaft rein rechnerisch um 14 Tage auf 280 Tage (40 Wochen).
Der voraussichtliche Geburtstermin kann nach der so genannten Naegele-Regel errechnet werden: Vom ersten Tag der letzten Regelblutung werden drei Monate zurückgerechnet sowie sieben Tage und ein Jahr hinzuaddiert. Auf vielen Internetseiten werden Geburtsterminrechner angeboten, die nach diesem Prinzip funktionieren.
Oft wird das nach dem Zyklus errechnete Datum nach der ersten Ultraschalluntersuchung geändert. Anhand der ermittelten Größe des Embryos lässt sich der Geburtstermin noch genauer vorhersagen.
Es werden allerdings weniger als fünf Prozent der Kinder exakt am errechneten Geburtstermin geboren. Die Mehrzahl der Kinder kommt im Zeitraum von zehn Tagen vor bis zehn Tagen nach diesem Termin auf die Welt.
Letzte Aktualisierung: 05.08.2011
Links zum Thema
- Wenn das Baby auf sich warten lässt
Nur rund vier Prozent aller Kinder werden am errechneten Termin geboren. Eine Terminüberschreitung ist also zunächst kein Grund zur Sorge. Der Gesundheitszustand von Mutter und Kind wird dann jedoch genau beobachtet. Nur falls nötig, wird die Geburt eingeleitet.
- Zählweisen und Messmethoden
Um die Schwangerschaftsdauer und den Verlauf der kindlichen Entwicklung zu bestimmen, werden vor allem zwei Zählweisen angewendet: Eine zählt die Wochen ab der letzten Periode, die andere die Wochen ab dem Zeitpunkt der Befruchtung.

